Akademie Mode & Design: Laufsteg in die Mode-Zukunft
zuletzt aktualisiert: 25.02.2008 - 08:34Düsseldorf (RPO). Til Schweiger trägt vielleicht bald Anzüge von Anna Vogt aus Minden. Denn die 24-jährige Absolventin der Akademie Mode & Design hat einen Vertrag bei Hugo Boss Menswear unterschrieben. Und der Regisseur von „Keinohrhasen“ ist ja bekanntlich Boss-Modell und bekennender Botschafter des Modelabels.
Mit ihrer Abschluss-Männerkollektion „Eisenhans“ überzeugte Anna Vogt die Personalchefs der Modemarke. Am Freitagabend zeigte die Nachwuchsdesignerin gemeinsam mit 20 anderen Absolventen des Fachbereichs Mode Design in der Philipshalle ihre selbst kreierten Outfits, denen sie den Namen „Eisenhans“ in Anlehnung an Grimms Märchen gegeben hat.
Zwischen acht und zehn Kreationen umfasst jede Abschlusskollektion der AMD-Studenten, die in den nächsten Tagen ihr Zeugnis als Modedesigner erhalten. „80 bis 90 Prozent von ihnen dürften in den nächsten sechs Monaten einen festen Vertrag bei einem Modelabel im In- oder Ausland bekommen“, erzählt Akademieleiterin Gabriele Orsech stolz während der dreistündigen Show.
Im Backstage-Bereich fiebert die 42-Jährige mit ihren Studenten. „Im zwölften Jahr meiner Tätigkeit ist so ein Abend allerdings schon ein wenig Routine. Kein Model fällt vom Laufsteg, da bin ich mir sicher.“ 450 Outfits zeigen die rund 70 Studenten und insgesamt 21 Absolventen des Abschlussjahrgangs vor 2000 Zuschauern.
Während die Erstsemester auf dem Laufsteg ihre teilweise bizarren Ideen zur Rockgestaltung mit Nessel - einer Baumwollrohware - vorführen, präsentieren die Studenten des 3. und 4. Semesters bereits dreiteilige Kollektionen mit phantasievollen Namen wie „Verweil doch, du bist so schön“.All das unter den Augen so manchen Talentsuchers aus der Modebranche, denn die private Berufsfachschule mit Dependancen in Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin hat einen guten Ruf. Zwar ist die Ausbildung mit 490 Euro pro Monat recht kostenintensiv. Aber der finanzielle Aufwand lohnt sich für die Studenten, wie das Beispiel von Anna Vogt zeigt. „Wo bekommt man sonst die tolle Chance, unter Profibedingungen seine Arbeiten zu zeigen“, schwärmt Zuschauer und Ex-AMD-Absolvent Sebastiano Ragusa.
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