Viele Hinweise nach Fernsehsendung: Leben Kö-Räuber in den Niederlanden?
zuletzt aktualisiert: 11.05.2005 - 09:44Düsseldorf (dto). Die Hinweise darauf, dass die Räuber, die am 23. April Kö-Juwelier Kern überfielen, aus den Niederlanden kamen, verdichten sich. Nach der Ausstrahlung einer Fahndung in der niederländischen TV-Fahndungsserie "Osporing verzocht" (Versucht aufzuspüren) geht die Polizei jetzt 30 neuen Hinweisen nach. Die gelten dem Mann auf dem Phantombild, dem gestohlenen Audi A8 und mehreren Raubüberfällen in Holland, bei denen die Täter ähnlich brutal handelten wie auf der Kö.
Nach der geringen Resonanz auf die Sendung "Aktenzeichen xy ungelöst" waren die Ermittler überrascht über die vielen Hinweise, die sie auf den Beitrag in "Osporing verzocht" erhielten. "Es gab eine starke Resonanz und ein großes Interesse in den Niederlanden. Wir gehen davon aus, dass die Täter von dort aus operierten", so Polizeisprecher André Hartwich.
Die Düsseldorfer Ermittler arbeiten derzeit in Hilversum, um die Spuren auszuwerten. Zwei Fahnder bleiben in den Niederlanden, weitere pendeln zwischen Düsseldorf und Hilversum. Nach dem Auftritt von Kommissar Heinz Siemes in der Sendung haben die Kollegen jede Menge zu tun. "Sie versuchen, die Puzzlestücke zusammenzufügen, und vielleicht ist ja eine heiße Spur dabei", so Hartwich.
Für die Polizisten ist es keine Überraschung, dass die mit äußerster Brutalität vorgehenden Räuber aus dem Nachbarland kommen sollen. In den vergangenen Jahren ist ihrer Ansicht nach Düsseldorf immer häufiger Ziel von Schwerkriminellen aus dem Nachbarland. Homejacker-, Autoschieber- und Dealer-Banden haben dabei auch in der Vergangenheit immer wieder die guten Verbindungen durch die Autobahnen 52 und 57 zur erfolgreichen Flucht genutzt.
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