Der erste Tag der „boot“: Leinen los – Die „boot“ läuft
VON MALTE WERNER - zuletzt aktualisiert: 22.01.2006 - 16:17Düsseldorf (dto). Seit Samstag strömen scheinbar endlose Menschenmassen auf das Messegelände. Die „boot 2006“ ist eröffnet. Wer alle 17 Messehallen durchstreifen möchte, braucht Geduld und sollte gut zu Fuß sein. Dafür „entschädigt“ die Messe ihre Besucher mit einigen Highlights. Zum Beispiel mit der Luxusyacht „Catwalk“. Aber auch ein winziger Bikini kann das Publikum begeistern.
In der Messehalle 2 ist es am Samstagmorgen um kurz nach zehn Uhr noch verhältnismäßig ruhig. So haben es die Aussteller naturgemäß am liebsten. Es sind die Angler. Hier, wo die Angelruten bis unter das Hallendach ragen und die Schwimmer in allen erdenklichen Farben blinken, können sich Freunde des Angelsports austauschen oder sich im Fliegenfischen versuchen. Dafür wurde eigens ein Übungsbecken (allerdings ohne Fische) angelegt. Eine junge Frau probiert es aus, doch die Angelschnur landet beim Auswerfen nicht im Becken, sondern schnalzt kurz über den Köpfen der wenigen Zuschauer zurück. Schnell weiter, bevor noch einer am Haken landet.
Es den Fischen gleichtun und selber abtauchen. Darum geht es in Halle 3. Neben den obligatorischen Neuheiten im Bereich der Ausrüstung, können Besucher hier auch Taucher live bei der „Arbeit“ beobachten. In einem aufgestellten Tauchbecken, zeigen Froschmänner und –frauen ihr Können. Durch große Fenster haben die Zuschauer einen perfekten Blick in das überdimensionale Aquarium. „Das sieht irgendwie aus wie im Aquazoo“, flüstert ein Mann seiner Begleitung zu. Ihr Lächeln verrät – ganz unrecht hat er nicht.
Auf dem Weg in Halle 6 und 7 werden die Gänge immer voller. An ein zügiges Vorankommen ist nicht mehr zu denken. Das liegt vor allem daran, dass eines der Messehighlights nicht mehr weit ist. Die „Catwalk“. Doch zunächst versperren unzählige andere Luxusyachten den Blick auf das 41 Meter lange Traumschiff. Und die werden, genau wie ihre große Schwester, für die meisten Besucher ein Traum bleiben. Preise von 78.000 bis 1,74 Millionen Euro sind keine Seltenheit. Aber über Geld spricht hier niemand. Auch nicht ein älteres Ehepaar aus Hilden. „Schon schön die Pötte. Aber für uns sind die zu groß.“
Während in den Hallen mit den großen Motor- und Segelyachten dunkle Blazer, beige Hosen und braune Lederschuhe allgegenwärtig sind, dominieren in der „Beach World“ in Halle 1 Baggyjeans und Basecaps das Bild. In der Surferhalle tummelt sich die Jugend. Dazu gehört auch Christian (23) aus Düsseldorf. Er quält sich gerade in einen Neoprenanzug. Passt! Sein Kumpel Daniel steht mit einem zwei Meter hohen Mast samt Gabelbaum neben ihm. „Gar nicht so leicht, das Ding unfallfrei durch die Massen zu bewegen“, sagt er. Voll bepackt bahnen sie sich einen Weg durch die Menschenmenge. Doch nur wenige Meter entfernt bleiben sie erneut stehen. Auf der Aktionsbühne präsentieren Models des Fun&Fashion Teams aus München sexy Bademode für den Sommer. Und für einen kurzen Moment vergessen die Zuschauer die „Catwalk“, die neue Angelrute und den geplanten Tauchurlaub und ein winziger Bikini ist der große Star der Messe.
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