Platt lernen: Lektion zwei: Auf dem Markt
zuletzt aktualisiert: 30.01.2008 - 16:03Düsseldorf (RPO). Wie wir es am besten anstellen, damit statt Karotten nicht Kartoffeln im Einkaufskorb landen, übt RP-Mundartautorin Monika Voss heute mit uns.
Szene auf dem Carlsplatz:
Kunde: „Ich möchte gerne besonders saftige Apfelsinen.“ „Ech möhd jähn Appelzinge, äwer janz saftije.“
Marktfrau: „Dröje hammer hee sowieso nit.“ „Trockene haben wir hier sowieso nicht.“
Kunde: „Dann geben Sie mir doch bitte noch einen Salat. Ist der auch frisch?“ „Dann könnt ehr mech noch ene Schloot jäwe. Es dä och fresch?“
Marktfrau: „Secher dat! Meent Ehr denn, mer verkoofe hee Antikwitätches?“ „Aber sicher, wir verkaufen hier keine alte Ware.“
Kunde: „Das war’s.“ „So, dat wör et för hütt!“
Marktfrau: „Mäkt zosamme fönnef Euro fuffzesch.“ „Macht 5,50 Euro.“
Kunde: „Das ist aber teuer!“ „Dat es äwer düer!“
Marktfrau: „Wat nix kost, dat es och nix!“ „Was nichts kostet, ist nichts.“
Vokabeln:
Appelzinge: Apfelsinen, Dröje: trockene, Schloot: Salat, düer: teuer
Verhaltensregel:
Monika Voss rät: „Bloß nix selwer beföhle! Mahtlütt send nit op de Schnüss jefalle.“„Bloß nichts anfassen. Denn die Marktleute sind nicht auf den Mund gefallen.“
Auflösung „Sprechen Sie platt“ (von Dienstag): verkamesöle: verhauen, Plüschprumm: Pfirsich, Räkelieser: Stocheisen, Kuffekicker: ein grantiger Mensch, Kränzkesdrisser: Erbsenzähler, Höngkesmadam: aufgetakelte Dame mit Hündchen, Fisematentches: Blödsinn, Schnöfnas: neugieriger Mensch, Fisternölles: unangenehmer Zeitgenosse, Fisternöllche: Affäre, Kröske: heimliches Verhältnis
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