Kracher und Besinnliches: Liebeserklärung an Düsseldorf
zuletzt aktualisiert: 16.12.2005 - 14:23Düsseldorf (dto). „Nimm Dir Zeit ich lad Dich ein und zeige Dir mein Düsseldorf – Düsseldorf, ich fühl mich wohl in Deinem Schoß.“ Christian Zeelen, Radiomoderator bei Antenne Düsseldorf und Musiker aus Leidenschaft, scheut sich nicht, seiner Heimatstadt eine Liebeserklärung zu machen. Gemeinsam mit Jürgen Borrmann ist er das Duo "NullZwo11". Die tief empfundene Zuneigung zur ihrer Rheinstadt hat die "Brauchtumsband" nun auf ihrer ersten CD vertont.
„14 Monate lang haben wir fast jedes Wochenende im Studio verbracht, eine Art zwei-Männer Knast“ erklärt Jürgen Borrmann die Entstehung des Erstlingswerkes. Zusammengebracht wurden er und Christian Zeelen von dem Ur-Düsseldorwer schlechthin, Manes Meckenstock. Vor anderthalb Jahren stellte er den Kontakt zwischen den beiden Hobbymusikern her. Seitdem „befruchten wir uns gegenseitig“, so Christian Zeelen auf die Frage, wer denn jetzt eigentlich was macht bei dem Duo.
Die erste CD von NullZwo11 reflektiert sechs verschiedene Musikrichtungen der Band. Tatkräftige Unterstützung bei der Produktion erhielt die Band von Normann Jonas und Ruth Feuser-Borrmann. Auf dem Erstlingswerk präsentiert die Band vor allem ihre Vielfältigkeit. Christian Zeelen sieht in der CD jedoch auch eine eine Art Testballon. Als „Hörereignis“ bezeichnen beide Musiker ihre CD. Das Repertoire reicht von einem echten Karnevalskracher („Du machst mich jeck“) über einen Chanson („Düsseldorfs Luft“) bis hin zu einer Rockabilly Nummer ("Du kannst garnix"). Themen rund ums Brauchtum ziehen sich als roter Faden durch die Lieder. So bekommen beispielsweise die Zapfheiligen ihr Fett weg: „Du kannst ja gar nix am Fass da macht dat Drinke ja gar keinen Spaß.“ Tatkräftig unterstützt beim Einspielen der Songs wurden die zwei von der Gruppe „Unsere Lieblinge“, die auch schon des Öfteren im Meckenstocks auf der Bühne standen.
„Der Fokus in den Liedern liegt ganz klar auf Düsseldorf und dem Rheinland, aber auch sonst sind wir offen für alles“, erklärt Jürgen Borrmann das Konzept. Die Ideen für die Songs entstehen dabei manchmal aus Situationen, die rein gar nichts mit Musik zu tun haben. Jürgen Borrmann, hauptberuflich Physiotherapeut, sammelte so beispielsweise die Geschichten, die ihm seine Patienten aus vergangenen Tagen von „ihrem“ Düsseldorf erzählten. Viele dieser Geschichten sind so schließlich in die Texte mit eingeflossen.
Wer das Duo einmal live erleben möchte, der hat im kommenden Jahr die Möglichkeit dazu. So treten NullZwo11 in 1. Februar beim heimlichen Vater der Band auf, und zwar im Haus der Freude bei der Veranstaltung „Sing doch mit“. Die CD „Du machst mich jeck“ ist für 7 Euro unter anderem ebenfalls im Haus der Freude sowie an sechs weiteren Verkaufsstellen erhältlich.
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