Keine Beteiligung an Aero Lloyd: LTU: Business-Klasse und Expansion nach Österreich
zuletzt aktualisiert: 10.11.2003 - 09:31Düsseldorf (dpa). Der Ferienflieger LTU will auf allen innereuropäischen Strecken eine Business-Klasse einführen und in den österreichischen Reisemarkt einsteigen. Das sagte LTU-Chef Jürgen Marbach in einem Zeitungs-Interview. Über eine LTU Austria seien bereits Sondierungsgespräche mit dem österreichischen Verkehrsministerium geführt worden. Spekulationen, wonach LTU an Teilen des zahlungsunfähigen Ferienfliegers Aero Lloyd interessiert sei, erteilte Marbach eine Absage.
Der nach dem Rücktritt von Sten Daugaard Anfang Oktober freie zweite Chefposten der LTU solle erst wieder besetzt werden, wenn ein neuer Investor "seinen Mann" platzieren wollen sollte. Der neue Investor soll den Anteil von 49,9 Prozent der Swissair übernehmen, der seit deren Zusammenbruch 2001 treuhänderisch verwaltet wird. Er rechne nicht vor Frühjahr 2004 mit einer Entscheidung in dieser Frage, bekräftigte Marbach frühere Angaben.
Der Start einer österreichischen LTU sei für Mai 2004 vorgesehen. Geplant seien Flüge zu Urlaubszielen am Mittelmeer. Die LTU Austria solle als Tochtergesellschaft des zum Rewe-Konzern gehörenden österreichischen Handelsunternehmens Billa geführt werden. Rewe ist mit 40 Prozent an der LTU beteiligt.
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