Streik hätte Konsequenzen: LTU-Chef warnt vor Ruin des Ferienfliegers
zuletzt aktualisiert: 16.07.2007 - 11:07Ein von der Pilotengewerkschaft angedrohter mehrtägiger Streik beim Ferienflieger LTU würde das Unternehmen nach Ansicht von Chef Jürgen Marbach ruinieren. "Nach den Jahren der Krise haben wir nicht mehr die wirtschaftlichen Reserven, um einen mehrtägigen Streik durchzustehen", sagte Marbach der "Rheinischen Post" vom Montag.
Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) fordert nach Angaben Marbachs sechs Prozent mehr Lohn sowie Zugeständnisse bei der Arbeitszeit, die einer weiteren Lohnerhöhung um sieben bis acht Prozent entsprechen. LTU habe drei Prozent mehr Lohn angeboten. Die Pilotengewerkschaft dagegen machte keine genauen Angaben zum Tarifstreit. Sie hat ihre Mitglieder bei LTU aufgerufen, bis zum 6. August über einen Streik abzustimmen.
Die angeschlagene LTU war Ende März für 140 Millionen Euro plus Schulden von Air Berlin übernommen worden. Das Bundeskartellamt prüft die Übernahme noch. Ein Pilotenstreik würde die Übernahme nach Ansicht Marbachs überflüssig machen: "Was nicht mehr da ist, kann man auch nicht mehr übernehmen."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





