Neugründung soll Supermarkt-Tochter werden: LTU will in Österreich fliegen
zuletzt aktualisiert: 10.11.2003 - 09:40Düsseldorf (dpa). Der Düsseldorfer Ferienflieger LTU will nach Österreich expandieren. Der Geschäftsführer der Airline, Jürgen Marbach, sagte in einem Zeitungs-Interview, dass mit dem Wiener Verkehrsministerium Sondierungsgespräche über eine "LTU Austria" geführt würden. Die neue LTU-Tochter soll demnach im Mai 2004 starten und als Tochter der österreichischen Supermarktkette Billa geführt werden.
Billa gehört zum deutschen Rewe-Konzern, der auch 40 Prozent an LTU hält. Die Charterfluggesellschaft sucht Marbach zufolge weiterhin nach einem neuen Investor. Die Suche sei aber nicht dringend und mit einer Entscheidung sei nicht vor Frühjahr 2004 zu rechnen, sagte der LTU-Chef weiter.
LTU Austria soll demnach zunächst mit zwei Flugzeugen in Wien stationiert sein und vor allem Ziele im Mittelmeerraum anfliegen. Der LTU-Chef betonte, dass die Expansions-Entscheidung vor der Insolvenz der Chartergesellschaft Aero Lloyd gefallen sei. Spekulationen, wonach LTU an Teilen von Aero Lloyd interessiert sei, dementierte er. In Medienberichten hatte es geheißen, LTU sei an der österreichischen Aero-Lloyd-Tochter interessiert gewesen. Marbach sagte dazu, interessant seien lediglich einige Aero-Lloyd-Strecken aus Düsseldorf.
Aero Lloyd Austria ist mittlerweile an den Österreicher Niki Lauda gegangen. Der Unternehmer kündigte an, dass seine neue Airline am 28. November starten soll. Ab dann solle zunächst ein Airbus von Wien aus Neckermann-Passagiere auf die Kanaren, nach Madeira und Ägypten bringen, sagte Lauda laut Nachrichtenagentur APA der Grazer "Kleinen Zeitung" (Sonntagausgabe). Die Vertragsverhandlungen dafür mit der Aero-Lloyd-Insolvenzverwaltung seien am Freitag abgeschlossen worden. Der Ex-Rennfahrer sagte auch, dass er wieder selbst als Pilot im Cockpit sitzen wolle.
Laudas Fluglinie hat demnach noch keinen Namen. Ziel sei, die Kostenstruktur von Billig-Carriern wie Ryanair und Easyjet um 30 Prozent zu unterbieten,, wurde Lauda vom österreichischen Nachrichtenmagazin "Profil" zitiert.
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