Musik-Highlights beim Hafenfest: Lucy rockt, Robin macht auf Robbie-Superstar
zuletzt aktualisiert: 03.08.2004 - 16:13Es wird rockig und poppig. Beim Hafenfest bringen Live-Bands die Besucher auf zwei Bühnen fast nonstop zum grooven. Promis wie Ex-No Angel Lucy und Rolf Stahlhofen mit seiner Band Mannheim Soul sind genauso dabei wie die deutsche Stimme von Robbie Williams oder die Werber-Band Miss Otis & The Delta Boys. Auf ruhigere Gemüter wartet das Kammerorchester Schumann Camerata.
Musikalisches Highlight am Samstag sind Mannheim Soul – mit ihrem 2,14 Meter großen Gitarristen sicher auch optisch unverkennbar. Eine Grundbesetzung von zwölf Profi-Musikern, die schon mit Herbert Grönemeyer oder Paul McCartney auf der Bühne standen, wollen auf der Hauptbühne am Gehry-Platz „ehrliche Musik spielen“, so Bandleader Rolf Stahlhofen. Will meinen: eine Mischung aus Rock-, Pop-, Soul- und Funk-Klassikern.
„Was wir genau spielen, wissen wir noch nicht. Wir entscheiden spontan, je nach Publikumsgeschmack“, so Stahlhofen weiter. In Düsseldorf mit dabei: Ex-No-Angel Lucy Diakovska und Helmut Zerlett, Ex-Bandleader bei Harald Schmidt. „Das Wichtigste ist die Spontaneität auf der Bühne. Wenn das Publikum mehr will, machen wir auch mehr“, ergänzt der Ex-No Angel.
Robin & The Millenium Sisters stehen am Sonntag auf der Hauptbühne. Kein Zweifel, die Ähnlichkeit des Sängers mit dem britischen Superstar ist da. Drei Backgroundsängerinnen und zehn Musiker sollen die Robbie-Williams-Coverversionen auch musikalisch überzeugend rüberbringen. Sicher keine leichte Aufgabe. Aber die Band hat nach eigenen Angaben einen Trumpf im Ärmel, eine orientalische Tänzerin mit dem „besonderen Etwas“.
Wem da alles zu laut und profan ist, der kann dem Kammerorchester Schumann Camerata lauschen. Die 26 Musiker mit dem jugendlichen Durchschnittsalter von 22 Jahren wollen der klassischen Musik den angestaubten Charakter nehmen und spielen am Samstag zur Eröffnung und zum Feuerwerk. Leichtigkeit war das oberste Kriterium bei der Musikauswahl. „Neben Mozart und Bach werden wir aus Film und Radio bekannte Stücke spielen“, so Orchester-Leiter Alexander Shelley. Klassiker wie „Somewhere Over the Rainbow“ oder Filmmusik aus dem Kriegsdrama “Platoon“ zählen zum Hafen-Repertoire, bei dem auch vier Solisten ihr Können unter Beweis stellen werden.
Was passiert, wenn Werber zum Instrument greifen, zeigt Miss Otis & The Delta Boys. Alle Bandmitglieder gehören zur Düsseldorfer Agentur Ogilvy & Mather. Auf der hauseigenen Bühne bieten sie am Samstag Rockiges von den Stones. „Es wird auf jeden Fall laut und lustig“, verspricht Agentur- und Bandchef Joachim Strate. Am Sonntag sind leisere Töne angesagt; ab Mittag stehen Jazz und Blues auf dem Programm.
Aber es gibt noch mehr auf die Ohren: Ob Big Band Sound von den Swinging Fanfares, Elektro-Punk von Chaos:Digital oder Rock’n Roll im Stil der 50er Jahre von den Ballroom Rockets - es gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Von Maike Schulte
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