Düsseldorfer Schauspielhaus: "Macht Nichts" von Elfriede Jelinek läuft wieder planmäßig
zuletzt aktualisiert: 21.02.2006 - 16:21Düsseldorf (dto). Nach fast zweimonatiger Erkrankung der Schauspielerin Anke Hartwig kann das Stück „Macht Nichts. Eine kleine Trilogie des Todes“ wieder planmäßig über die Bühne des Düsseldorfer Schauspielhauses laufen. Das Stück, das am 24. November 2005 Premiere gefeiert hat wird ab dem 1. März wieder in alter Besetzung aufgeführt.
Elfriede Jelinek befasst sich in ihrem Werk mit der Welt und Österreich im Speziellen. Dabei spart sie nicht mit Kritik, befasst sich mit Tätern und Opfern und teilt ihr Stück dabei in drei Teile, deren Titel sie allesamt aus Franz Schuberts Liedern übernommen hat. Die wieder genesene Schauspielerin Anke Hartwig spielt im ersten Abschnitt „Erlkönig“ eine berühmte, tote Schauspielerin, die nach österreichischer Tradition um das Burgtheater von Wien getragen wird. Sie war Macht erfahren und konnte selbst nach dem zweiten Weltkrieg ihre Karriere auf der Bühne fortsetzen.
Im Mittelteil des Stücks „Der Tod und das Mädchen“, den Regisseur Thomas Bischoff gerne als Zwischenspiel bezeichnet, wird ein Dialog zwischen einem Jäger und Schneewittchen dargestellt. Schneewittchen ist auf der Suche nach den Zwergen, wird jedoch bevor sie diese kennen lernen kann vom Jäger erschossen. Den letzten Teil „Der Wanderer“ hat Elfriede Jelinek ihrem Vater gewidmet; es spricht ein jüdischer Mann, der aus dem Pflegeheim ausbricht und im Wald herumirrt.
Düsseldorfer Schauspielhaus, Kleines Haus, 1. März, 19.30 Uhr
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