Düsseldorfer Biergärten: Malkasten - Ruhepol mitten in der City
VON MALTE WERNER - zuletzt aktualisiert: 01.09.2005 - 11:49Düsseldorf (dto). Nur wenige hundert Meter von Düsseldorfs größter Einkaufsstraße, der Schadowstraße, entfernt liegt der Biergarten des Malkasten. Von der Hektik in der Innenstadt ist im Biergarten selber aber nichts mehr zu spüren. Am Rand des Künstlerparks, durch den schon Johann Wolfgang von Goethe flanierte, und im Schatten der Bäume genießen vor allem Geschäftsleute aus der Umgebung ihren Feierabend.
Der Biergarten ist nur durch einen schmalen Durchgang vom Parkplatz aus zu erreichen und bietet mehr als 100 Gästen Platz. Die sitzen an hölzernen mit Blumen verzierten 4er-Tischen. Überhaupt bietet sich dem Besucher ein farbenfrohes Bild. Neben der lachsfarbenen Fassade des angrenzenden Gebäudes und dem strahlenden Gelb des Sonnenschirms, tragen auch zahlreiche farbenprächtige Blumenkübel dazu bei. Genau in der Mitte des Biergartens ragt majestätisch ein großer Spitzahorn in den Himmel. Um ihn herum wurde ein kleines Podest errichtet, von dem aus der Gast seinen Blick über den gesamten Biergarten und all seine Besucher schweifen lassen kann.
Unter der Woche wird er dann vor allem Geschäftsleute aus der Umgebung sehen, die nach Büroschluss den Abend bei einem Bier und leiser Chillout Musik ausklingen lassen. Ein Juristenstammtisch trifft sich hier außerdem regelmäßig zum Meinungsaustausch. Am Wochenende kommen dann auch Familien mit Kindern her, meist aus der Nähe, weil die Kapazitäten des Parkplatzes begrenzt sind und es für eine Radtour schönere Routen gibt, als mitten durch die Stadt zu radeln. Komplettiert wird das Bild der Gäste durch Künstler und Kunstinteressierte aus dem Künstlerverein Malkasten.
Die Vielfalt der Gäste spiegelt sich auch auf der kleinen Speisekarte wieder. Neben sommerlich leichten Salaten, gibt es deftigen Speckpfannekuchen oder Schmalzstullen als ideale Ergänzung zum Biergenuss. Naschkatzen seien eher die Waffeln empfohlen.
Um die Zugehörigkeit zum Malkasten zu unterstreichen und mit einem gewissen Flair die Individualität des Biergartens zu erhalten, kommen die Betreiber an Kunst nicht vorbei. So finden sich zwei mächtige vergoldete Throne im Garten, in denen sich die Kunden wirklich als Könige fühlen können. Darüber hinaus überwacht die Büste des Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi, der den Künstlerpark im 18. Jahrhundert anlegte, von einer Stele am Eingang aus, das gesamte Geschehen in der kleinen Idylle.
Preise: Bier 2,20 Euro, Cola 2,80 Euro, Wein ab 4 Euro, Salatteller 8,50 Euro, Speckpfannekuchen 4,50 Euro, Waffeln 2,50 Euro
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