Metro Marathon: Favorit Kigen nur auf Platz zwei
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 03.05.2009 - 11:58Der Kenianer David Langat hat überraschend den Metro Marathon gewonnen. Mit einer Laufzeit von 2:10:46 verwies er den Favoriten, seinen Landsmann Wilfred Kigen (2:11:30) vor rund 400.000 Zuschauern auf Platz zwei.
Langat war eigentlich nur als "Pacemaker" an den Start gegangen, sollte an der Spitze so lange wie möglich für Tempo sorgen und damit die Voraussetzungen für einen Streckenrekord schaffen. Kigen, dessen persönliche Bestzeit bei 2:07:33 Stunden liegt, erlitt bei Kilometer 37 eine Wadenmuskelverletzung und brach auf den letzten fünf Kilometern tempomäßig ein. Der Rekord war dadurch nicht mehr zu erreichen. Bei der Halbmarathonmarke hatten die Kenianer mit einer Durchgangszeit von 63:57 Minuten noch sehr gut im Rennen für eine Kursbestzeit gelegen.
Langat fühlte sich dagegen gut, lief das Rennen zu Ende und wurde so ganz unerwartet Erster. Den Streckenrekord von 2:09:47 Stunden verfehlte er aber deutlich. Im Ziel hatte er einige hundert Meter Vorsprung auf Kigen. „Ich habe mich am Abend vor dem Rennen endgültig entschlossen, nicht auszusteigen, da ich gut in Form war und die Wettervorhersage günstig war“, erklärte David Langat, der in Düsseldorf eine Prämie von 10.000 Euro verdiente.
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Der Kenianer gewann seinen ersten großen Marathon. In Paris hatte er im Jahr 2006 als Fünfter in 2:08:58 Stunden schon einmal für Aufsehen gesorgt.
Platz drei ging an André Pollmächer (2:13:09). Der Deutsche Halbmarathon-Meister aus Chemnitz landete damit einen Achtungserfolg. Der 26-Jährige, der persönliche Bestzeit lief, erreichte die schnellste Zeit eines deutschen Marathonläufers seit dem Jahr 2000. „Ich habe mich gut gefühlt und noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Ich will mich weiter verbessern. Das große Ziel ist in diesem Jahr natürlich der WM-Marathon in Berlin“, erklärte Pollmächer, der in Düsseldorf seinen zweiten Marathon lief.
Eine persönliche Bestzeit erreichte auch Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) als Sechster mit 2:13:42. Falk Cierpinski (SG Spergau) litt im letzten Drittel des Rennens unter muskulären Problemen und wurde in 2:17:12 Stunden Achter. Schnellster Teilnehmer aus Düsseldorf wurde Wolfgang Lenz.
Bei den Frauen gab es ebenfalls eine Überraschung: Susanne Hahn aus Saarbrücken ging mit 2:29:26 als Erste ins Ziel, lief ihre persönliche Bestzeit und unterbot die Norm für die Weltmeisterschaft im August in Berlin. Zweite wurde Melanie Schulz (2:42:47). Die Düsseldorferin Sonja Oberem kam mit 2:43:49 überraschend auf Platz drei. Die 34-Jährige hatte 2001 den Hamburg- und den Athen-Marathon gewonnen. Dann zog sie sich aus dem Laufsport zurück und wurde Mutter eines Sohnes. 2006 feierte sie ihr Comeback. Ein Jahr später wechselte sie zu Rhein-Marathon Düsseldorf.
Favoritin Melanie Kraus aus Leverkuven stieg vorzeitig raus und kam nicht ins Ziel.
Rund 10.000 Teilnehmer gingen an den Start (alle Ergebnisse des Marathons finden Sie hier). Etwa 400.000 Zuschauer versammelten sich bei idealem Laufwetter (13,5 Grad, trocken, wenig Wind) entlang der Strecke und verwandelten den Marathon in ein Volksfest.
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