Tolle Stimmung am Straßenrand: Überall entlang der Strecke feuerten Freunde, Angehörige und Marathon-Fans die Läufer an.
4.200 Läufer sind am Sonntagmorgen auf der 42,195 Meter langen Strecke des Düsseldorfer Metro Group Marathons gestartet. Insgesamt nahmen mit den Staffelläufern, Handbikern und Einradfahrern etwa 13.000 Menschen an dem Sportevent teil.
Den Startschuss gaben Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Frans Muller, Chef von Metro Cash & Carry.
Vor dem Start dehnten sich die Läufer nochmals.
71 Jahre alt, seit 50 Jahren Marathonläufer und immer noch fit: "Ich kann in der Woche zwei Marathonläufe machen", sagt Reinhold Enderle aus Altenstadt in Bayern.
Anfangs beäugten Bekannte sein hartes Training skeptisch: "Vor 50 Jahren haben die Leute gesagt, ich spinne, im Alter wären meine Knochen kaputt", erinnert sich Enderle. "Aber sie sind heute so gut wie nie."
Ehrengast war Irina Mikitenko (37), die 2008 und 2009 als erfolgreichste Marathonläuferin galt. Nach einer Knochenhautentzündung will sie nun kürzer treten. Zwar lief sie nicht mit, aber gab den Startschuss für den KidsCup.
Die erfolgreiche Läuferin Sonja Oberem ist ebenfalls verletzungsbedingt nicht dabei, hält aber das Startband für den KidsCup.
Cheerleader feuerten die Läufer an.
Falk Cierpinski, Sohn des zweimaligen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, belegte letztes Jahr Platz 8. Er verbesserte sich dieses Jahr auf Platz 4 und ist damit der erfolgreichste deutsche Teilnehmer.
Cierpinskis Freund Tobias Sauter.
Elvis lebt - und läuft. Viel Skurriles war unter den Teilnehmern zu finden.
Diese Läufer schmückten sich mit Luftballons.
Trotz wechselhaftem Wetters hatten die Läufer gute Laune und waren mit Spaß dabei.
Modisch eher extravagant trat dieser Teilnehmer an.
Hasan Bekdemirs Arbeitgeber hat ihn zu diesem Aufzug verdonnert. Warum ein solches Kostüm? "Weil es lustig ist", sagt Bekdemir. Die Mütze habe ihm beim Regen geholfen.
Der Marathon ist international: Unter anderem waren Teilnehmer aus Panama, den USA, Argentinien, Norwegen und Japan dabei.
Als einer der letzten startete dieser Herr im französischem Königskostüm.
Alleine wirkt er besser als in der Masse. So ist ihm der "Zuschauerapplaus" sicher.
Trotz wechselhaftem, teils regnerischem Wetter ließen es sich die Zuschauer nicht nehmen die Läufer anzufeuern.
Hier etwa auf der Oberkasseler Brücke.
Damit die Läufer alles geben, gaben auch die Zuschauer alles.
In Oberkassel an der Luegallee, wo die bisherigen Jahre die beste Atmosphäre herrschte, war die Stimmung diesmal verhaltener.
Angesichts des schlechten Wetters kamen etwas weniger Zuschauer an den Streckenrand als sonst.
Den Regentropfen zum Trotz ist Düsseldorfer Jens Nielsen zur Strecke gekommen, um seine teilnehmenden Freunde zu unterstützen.
"Ich laufe selbst Marathon und weiß wie wichtig es ist, die Läufer anzufeuern", erklärt Carsten Heinz sein Kommen . Mit dabei ist seine Freundin Stefanie Eisele.
Manche Oberkasseler feuerten die Teilnehmer von ihren Wohnungen aus an.
Die Sambatruppe "Ganza abSurdo" unterstützte die Läufer am Barbarossaplatz mit ihrer Musik. Sie ist eine von zehn am Streckenrand verteilten Sambagruppen.
An den Verpflegungsstation verteilten ehrenamtliche Helfer Essen und Getränke.
Hier verteilen ehrenamtliche Helfer vom TSV Jahn Oberkassel und den "Rennschnecken" Wasser an die Marathonläufer.
Die Ziellinie an der Rheinuferpromenade lockte die meisten Zuschauer.
Auf den letzten Metern feuerten sie die Läufer nochmal an.
"Wenn ich schon nicht mitmache, kann ich ja wenigstens Anfeuern kommen", sagt Andrea Schröder.
Jascha Bräuer macht das Wetter nichts aus: "Den kleinen Regenschauer haben wir unterm Schirm der Currywurstbude verbracht."
Das Siegerfoto: Frans Muller (Metro Cash & Carry), Drittplatzierter Pawel Ochal, Erstplatzierter Iaroslav Musinschi, Zweitplatzierter Andrej Toptun, Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Rennleiter Jan Winschermann (v.l.).