METRO Group Marathon: Party auf 42,195 Kilometern
VON JUTTA LAEGE - zuletzt aktualisiert: 01.05.2010 - 09:22Düsseldorf (RPO). Die Veranstalter des Metro Group Marathons erwarten 13.000 Läufer und hoffen auf 400.000 Zuschauer. Die erwarten spannende Rennen, ein kunterbuntes Läuferfeld und heiße Samba-Rhythmen.
Manchmal hilft es, sich das Wetter schönzureden. Jan Winschermann, Renndirektor des morgigen achten Düsseldorfer Marathons, ist optimistisch, dass es nicht so schlimm von oben kommt, wie Meteorologen vor dem Wochenende prophezeien. Die gehen von bis zu 90 Prozent Niederschlag aus, Winschermann hofft auf die "Zwischenhochlage": "Wir liegen genau zwischen einem Hoch- und einem Tiefdruckgebiet. Ich denke, es gibt eine Regenwahrscheinlichkeit von 50 Prozent."
Sein Wort in Gottes oder in diesem Fall besser Petrus' Ohr – für die knapp 13.000 Teilnehmer sind die vorhergesagten kühleren Temperaturen zwischen 13 und 16 Grad auf jeden Fall günstig. "Und Regen macht den meisten Läufern auch nichts aus", so Winschermann, der selbst ambitionierter Langstreckler ist.
Fürs Publikum allerdings ist Regen nun die schlechteste aller Vorhersagen. Und so können die Marathon-Verantwortlichen der Metro Group nur darauf hoffen, dass sich die erhofften 400 000 Zuschauer davon nicht ins Bockshorn jagen lassen. Schließlich haben sie eine bunte Marathon-Party organisiert.
Flächendeckend soll es – trotz kühler Temperaturen – ein ganz heißer Marathon-Sonntag werden. Dafür sorgen nicht zuletzt zehn Sambabands, die überall an der Strecke ein Stückchen Copacabana inszenieren. Dazu kommen etliche Tambour-Corps und Bands, die die Läufer und Publikum animieren. Winschermanns persönlicher "Hot Spot" liegt bei Kilometer 28. An der Graf-Recke-/ Ecke Fritz-Wüst-Straße spielen die "Düsselfööss", eine Band des Trimet-Aluminium-Chefs Heinz-Peter Schlüter. Und die hat sogar einen eigenen "Marathon Beat" eingespielt. "Dort ist die ganze Nachbarschaft des Zooviertels auf den Beinen", weiß Winschermann. Es gibt jede Menge Stände mit kulinarischen Spezialitäten, die zum Verkauf stehen und deren Erlös der Aktion "Lichtblicke" zugutekommen soll. Überall an der Strecke ist für Essen und Trinken gesorgt.
Den größten Zuschauer-Auflauf wird es erwartungsgemäß in der Innenstadt und in Rheinnähe geben. "Von der Theodor-Heuss-Brücke hat man einen tollen Blick auf das Starterfeld", wirbt der Marathon-Direktor. Königliche Laufmomente verspricht alle Jahre wieder die Kö. Am Bergischen Löwen (Kilometer 40,8) erwartet die Zuschauer zudem eine Oldtimer-Ausstellung. Wer das Ziel erreicht, darf sich auf eine After-Run-Party im Herzen der Altstadt (Burgplatz und Marktplatz) freuen. Dort finden auch die Siegerehrungen statt.
Die Rennen beginnen alle an der Rheinterrasse, in zwei Klassen gehen erstmals Kinder beim Sparkasse-Kids-Cup (8.45 und 9 Uhr) an den Start, es folgen die Handbiker und Einradfahrer (9.15 Uhr). Den Startschuss für den anschließenden Marathon (9.30 Uhr) mit seinen über 4000 Teilnehmern übernimmt Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Der überwiegende Teil der Läufer wird sich allerdings nicht allein an die 42,195 Kilometer wagen, sondern in Vierer-Staffeln laufen. Der Düsseldorf-Marathon soll so noch mehr zum Breitensport-Event werden.
8000 Hobbyläufer treten an, unter anderem die amerikanische Generalkonsulin Janice Weiner mit einem Team der internationalen Schule sowie Ex-Ministerpräsident Wolfgang Clement. Der Titelsponsor Metro ist mit rund 500 Teilnehmern, den "Metro-Runnern", mit von der Partie. Die Firma Henkel stellt ihren eigenen Rekord aus dem Vorjahr ein, hat 325 Läufer und 68 Staffeln am Start. 42 Henkel-Einzelläufer gehen beim Marathon ins Rennen. Darunter ein ganz besonderer: Pensionär Karl Hammel. Er ist mit 77 Jahren der älteste Teilnehmer im Feld.
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