Aktion mit Riesen-Postern: McDonald's stichelt gegen Kölner
VON EVA FIEDLER - zuletzt aktualisiert: 08.04.2010 - 12:29Lange war es vor allem Heidi Klum, die neue McDonald's-Produkte populär machen sollte. Jetzt setzt das Unternehmen auf eine neue Werbestrategie. Zumindest in Düsseldorf. Hier wirbt der Fast-Food-Riese mit der Hassliebe zu Köln.
„Probieren Sie ihn, bevor es ein Kölner tut.“ Gemeint ist der neue Chicken-Wrap von McDonald's. Das Plakat, mit dem das Unternehmen für seine neuen Produkte wirbt, ist kaum zu übersehen. Zehn mal zehn Meter groß ist das Poster, das an einer Hauswand vor der S-Bahn-Brücke Am Wehrhahn hängt.
Zur Großoffensive, mit der McDonald's seine neuen Tortillarollen bewirbt, gehört auch die regionale Kampagne mit den Riesenpostern. Drei solcher Motive hängen bis zum 28. April in Düsseldorf. Neben der S-Bahn-Station Am Wehrhahn hängt ein weiteres Poster Am Wehrhahn an der Kreuzung zur Kölner Straße und eines auf der Schadowstraße. Dort mit dem Slogan „Das trägt man jetzt auf der Kö.“ Eine Anspielung auf Düsseldorf als Schickimicki- Mode-Stadt.
McDonalds Hauswerbeagentur Heye & Partner aus Unterhaching hat die Idee entwickelt, in einzelnen Regionen mit den Besonderheiten der Städte zu kokettieren. Ausgangspunkt war natürlich die Überlegung, wie man möglichst viele Leute dazu bewegt, die neuen Wrap-Produkte zu probieren, heißt aus der Agentur.
„Und wie bekommt man bekanntlich die Düsseldorfer dazu, etwas zu tun?“, fragt Arndt Rossnagel, der verantwortliche Creative Director. „Man setzt auf die Rivalität zu Köln. Zugegeben, das ist simpel und nicht ganz neu“, sagt der Werbeprofi.
Und einzigartig ist es auch nicht. Die Bewohner der Domstadt sollen sich durch genau den gleichen Spruch von den neuen McDonald's-Produkten angesprochen fühlen. Nur ein einzelnes Wörtchen wurde dort vertauscht. In Köln heißt es: „Probieren Sie ihn, bevor es ein Düsseldorfer tut“.
Auch ihn Berlin und München setzt man auf die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Stadt. „Wat neuet für die Berliner Schnauze!“ heißt es zum Beispiel in der Hauptstadt.
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