Quartier Central: "Mehr Lärmschutz unnötig"
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 10.09.2009 - 07:58Düsseldorf (RPO). Eine klare Absage hat Planungsdezernent Gregor Bonin gestern auf Antrag der Grünen im Ausschuss für Stadtplanung Forderungen einiger Bewohner des neu bebauten früheren Derendorfer Güterbahnhofs erteilt: Die Entlastungsstraße, die auf dem Areal gebaut werden soll, sei Teil des Bauleitplanverfahrens, also auch den künftigen Wohneigentümern bekannt gewesen.
Was den Lärm von der angrenzenden Bahnstrecke betreffe, habe ein Großteil der Berechnungen im Vorfeld ergeben, dass kein weiterer Lärmschutz notwendig sei – "und zwar unabhängig davon, ob der Büroriegel gebaut wird oder nicht".
Bei den Anwohnern hatte es Befürchtungen gegeben, dass der entlang der Bahngleise geplante Büro-Neubau, der die Wohnhäuser vor Bahnlärm schützen würde, in absehbarer Zeit nicht errichtet wird. Bei den Wohngebäuden, bei denen die Lärmwerte ohne den Bürobau überschritten werden, seien im Bebauungsplan Regelungen für Schallschutzfenster getroffen worden, betonte Bonin.
"Wenn die Bürobebauung kommt, wird dieser Lärmschutz überflüssig." Wegen laufender Gespräche könne er aber nichts dazu sagen, ob und wie viele Investoren sich für den Bürobau beworben haben, so der Beigeordnete auf Nachfrage der SPD.
Der Ausschussvorsitzende Alexander Fils (CDU) bezeichnete den Antrag der Grünen als "absolut überflüssig". Eine Nachfrage bei der Verwaltung hätte sofort ergeben, dass die Lärmbelastung keinesfalls Grenzwerte überschreite. "Aber ich finde es erfreulich, dass Bürger mal dafür demonstrieren, dass ein möglichst hoher Bürokomplex endlich gebaut wird", so Fils.
Allerdings richteten sich die Demos nicht gegen den Bahnlärm, sondern gegen den erwarteten Lärm von der Entlastungsstraße. "Wir dürfen dort jedoch kein abgeschottetes Bollwerk schaffen", sagte Fils.
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