Kunden nutzen neue Freiheit: Mehr Umsatz dank neuer Öffnungszeiten
VON GESA EVERS - zuletzt aktualisiert: 25.12.2006 - 12:44Düsseldorf (RPO). Die Händler sind sich einig: Die längeren Öffnungszeiten bis 22 Uhr haben sich im traditionell umsatzstarken Dezember bewährt. „Für uns ist diese neue Regelung ein Glücksfall. Besonders zwischen 20 und 21 Uhr kaufen viele Menschen ein. Nach den Erfahrungen im Weihnachtsgeschäft werden wir auch im Januar bis 21 Uhr öffnen“, sagt Christof Sattler, Geschäftsführer bei Karstadt.
Auch Kollege Ulrich von Malotki vom Kaufhof an der Kö gerät angesichts der vielen Feierabend-Shopper ins Schwärmen: „Das hat unser Geschäft deutlich angekurbelt. Viele Kunden sagen, dass sie durch die neuen Öffnungszeiten ihren Tag viel entspannter angehen. Sie müssen nicht nach der Arbeit loshetzen, sondern können sich in Ruhe umsehen.“
Zwar wird der Kaufhof von Februar bis zum nächsten Weihnachtsgeschäft wieder „nur“ elf Stunden aufhaben (9 bis 20 Uhr), aber zu Messen und Ostern macht der Einzelhandels-Riese eine Ausnahme. Genauso wie das Elektrogeschäft Saturn im Sevens an der Kö. „Wann immer es sich lohnt, werden wir länger öffnen. Viele unserer Kunden kommen am Wochenende. Deswegen öffnen wir im nächsten Jahr freitags und samstags bis 21 Uhr“, erzählt Geschäftsführer Dirk Henckel.
Magnus Werthebach. Geschäftsführer bei C & A, würdigt die neue Gesetzgebung. „Das Weihnachtsgeschäft hat ziemlich schleppend begonnen. Bei 18 Grad können die Leute mit Wintermänteln wenig anfangen. Mit zunehmender Kälte und dem näher rückenden Fest haben sich die neuen Öffnungszeiten dann aber auch bei uns ausgezahlt.“
Viele Kunden nutzen neue Freiheit
Schon während der Fußball-Weltmeisterschaft, als sein Geschäft einen Monat lang später schließen durfte, hätten viele Menschen die neue Freiheit genutzt. „Das Weihnachtsgeschäft hat unsere Erwartungen aber noch weit übertroffen“, meint Werthebach zufrieden. Auch C&A wird den neuen Zeitrahmen im kommenden Jahr nutzen. „Wir wissen aber noch nicht, ob bis neun oder zehn Uhr.“
Konsumgüter würden also besonders gern am Abend gekauft. Designer-Möbel suchen sich die Kunden aber offensichtlich lieber bei Tageslicht aus. „Für uns hat sich die neue Regelung nicht wirklich gelohnt“, gesteht Nicola Berger, Center-Managerin im Stilwerk. Das Einkaufszentrum an der Grünstraße wird künftig wieder um 19 Uhr die Türen schließen.
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