Düsseldorf: Meninas – mal hier, mal da?
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 28.10.2006Düsseldorf (RPO). Jetzt, da feststeht, dass sie gekauft werden, stellt sich die Frage nach dem Standort der Bronze-Figuren. Entschieden ist noch nichts. Möglicherweise wird man sie durch die Stadt wandern lassen. Wie das aussähe – siehe Fotos!
Der Kauf der zwei Bronze-Figuren steht jetzt fest, und dass es eine dritte dazu geben wird als Geschenk des Künstlers ebenfalls. Aber wo die so genannten Meninas künftig stehen werden, das ist längst nicht sicher.
Sicher ist allerdings, dass sie dem Mittelstreifen der Heinrich-Heine-Allee nach der Beendigung der Quadriennale nicht mehr diese derzeit von vielen so gern gesehene Optik geben. Dort bleiben sie auf keinen Fall, und der optische Effekt der hintereinander angeordneten Skulpturen wird auch verschwinden, da man nachher nur noch drei Stück haben wird.
Nach der Vorstellung von Oberbürgermeister Joachim Erwin würde die Gruppe, die derzeit auf der Ecke Grabbeplatz/Heine-Allee steht, dort bleiben. Das jedoch wollen andere Mitglieder des Kulturausschusses so keinesfalls. Der Kunstbeirat des Ausschusses, der die Kommunalpolitiker in Sachen Bildende Kunst berät, hatte gar dafür plädiert, sie ins Museum zu stellen. Dazu wird es nicht kommen. CDU-Ratsherr Alexander Fils berichtete gestern von einer ganz neuen Idee, die im Beirat ebenfalls besprochen worden ist: Die Meninas stehen nicht an einem Ort, sondern sie wandern durch die Stadt. Fils: „Dann hätten alle Stadtteile was davon.“
Die Figuren
Seit Wochen diskutiert man über den Kauf und den Standort der Meninas. Dass sich CDU und FDP einigen werden, gilt nach dem gemeinsam beschlossenen Kauf als sicher. Die Stadt wird für die Bronze-Figuren knapp 200000 Euro bezahlen und eine der großen Figuren von Künstler Manolo Valdés geschenkt bekommen.
Gemeint ist damit eine Wanderpräsentation in langen Zeit-Intervallen: Die Figuren würden dann Wochen oder Monate mal hier, mal da zu sehen sein. Sie zu transportieren sei nicht unverhältnismäßig aufwändig, heißt es. Noch andere Vorschläge tauchten in der Kommunalpolitik auf: Der Platz vor den Gehry-Bauten im Hafen, der Gustaf-Gründgens-Platz, das Opernhaus, Schloss Jägerhof, die Reitallee oder der Bereich am Theatermuseum im Hofgarten.
Letzterer Vorschlag kam von CDU-Ratsfrau Annelies Böcker, die dabei unterstützt wird von Veronika Dübgen, für die FDP im Kulturausschuss.
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