Kunststoffmesse K: Messe boomt, Stadt gut besucht
VON MATTHIAS ROSCHER - zuletzt aktualisiert: 16.10.2007 - 08:45Düsseldorf (RPO). In den 19 Ausstellungshallen gehen die Standaufbauer für die K in die letzte Runde. Nicht nur die Düsseldorfer Hotels sind seit Wochen so gut wie ausgebucht, Aussteller und Fachbesucher nächtigen bis zu hundert Kilometer entfernt.
Düsseldorf rüstet sich für die K. In den 19 Messehallen hat die Vorhut von 3130 Maschinenbauern, Rohstofferzeugern und Kunststoffverarbeitern damit begonnen, den mehr als 200000 Fachbesuchern in der kommenden Woche den roten Teppich auszurollen. In den Hotels und Pensionen der Stadt ist heute schon kaum ein Zimmer mehr frei. Wer sicher gehen will, dem empfiehlt die Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH (DMT) bis ins Gelsenkirchener Maritim auszuweichen. Oder er findet in der Flotte von 29 Hotelschiffen noch eine nicht gebuchte Kabine. Sogar in Hotels im Umkreis von hundert Kilometern wurden schon vor Monaten Zimmer vermittelt.
„Wir haben 230000 Gäste in der Stadt“, meldet DMT-Chefin Eva-maria Illigen-Günther. Und damit auch jene „noch ein Bett für die Nacht bekommen“, die sich kurzfristig zu einem Trip zur weltgrößten Kunststoffmesse entschließen, bauen die Marketingleute ihre Schalter auch am Flughafen und auf dem Messegelände auf. „Gute Nacht-Garantie“ lautet das Schlagwort. Dafür muss der Gast allerdings auch an die 50 Kilometer Anreise auf sich nehmen, denn Gelsenkirchen ist kein Scherz: Die DMT hat mit dem dortigen Maritim ein Reisepaket für ein Zimmerkontingent zum Übernachtungspreis von 169 Euro geschnürt. Hotelzimmer, kostenloser Shuttle-Service und Eintrittskarte für die K - alles inklusive.
Wer in Düsseldorf komfortabel an der Königsallee absteigen will, zahlt in diesen Messetagen für ein Standardzimmer im Interconti 495 Euro. Oder ein paar Ecken weiter im Nikko an der Immermannstraße kurzfristig für die gleiche Zimmerkategorie 429 Euro. „Nach oben ist keine Grenze gesetzt“, sagt Nikko-Chef Bertold Reuel. Für die schon ausgebuchte Präsidentensuite zahlt der Mieter dieses Mal in amerikanischer Währung: 2000 Dollar. Interconti-Kollege Jörg T. Böckeler hat seit vier Wochen kein Zimmer mehr frei. Von explodierenden Preisen zu den Großmessen K, Drupa oder Medica wollen beide Hotelmanager jedoch nichts wissen. Reuel versteht in diesem Zusammenhang die „Aufregung der Messe“ nicht, und Böckeler zieht Vergleiche mit der Hochsaison in der Reisebranche. „High Season“ nennt er solche Messetage, wenn zur K, Drupa, Medica oder Interpack auch die Kassen von Gastronomie und Einzelhandel klingeln. Rechtzeitig zur K hat Autoverleiher Sixt im Interconti seine Zelte aufgeschlagen. Dem feinen Standort entsprechend gehören zu der Kö-Flotte Luxus-Autos wie der Mercedes McLaren SLR oder Maybach.
So knüpft auch Dirk Henckel, Sprecher der Düsseldorfer Einzelhändler, hohe Erwartungen an die Kunststoffmesse sowie an den am letzten Oktober-Wochenende stattfindenden Ski-Weltcup. Zumindest für den Samstag hofft er, dass sich die meisten Einzelhändler in der City „dienstleistungsbereit zeigen“ und ihre Geschäfte einheitlich bis mindestens 20 Uhr geöffnet haben.
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