Feiertage: Messe und Mercedes im Urlaub
VON STEFANI GEILHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 22.12.2010 - 07:55Düsseldorf (RPO). Auch beim Henkel-Konzern herrscht zwischen den Feiertagen allgemeine Betriebsruhe. In anderen Düsseldorfer Unternehmen bleibt es den Mitarbeitern überlassen, ob sie arbeiten oder nicht.
Im neuen Justizzentrum an der Werdener Straße bleiben die Lichter nach den Weihnachtstagen nicht aus. Zwar stehen bis zu Silvester bloß zwei Verhandlungen vor Strafrichtern an, aber, sagt Sprecher Stefan Coners: "Außerhalb der Sitzungstermine gibt es bei uns auch noch eine Menge zu tun." Von Betriebsruhe, geschweige denn: Zwangsurlaub gibt's keine Spur. Besonders beim Handelsregister häufen sich zum Jahresende die Änderungen.
Arbeit gibt's auch bei der Messe zwischen den Feiertagen. Da ist die boot 2011 vorzubereiten und auch im Ausland stehen aktuelle Projekte an. "Die Mitarbeiter der entsprechenden Teams bekommen eine Ausnahmegenehmigung", so Messe-Sprecherin Eva Rugenstein. Für alle anderen aber gilt: Betriebsferien vom 23. Dezember bis 3. Januar. Der Großteil der 650 Angestellten muss dafür Urlaub nehmen oder Gleitzeit-Guthaben abfeiern.
Für Rheinbahn-Kunden
Die Kundencenter der Rheinbahn bleiben Heiligabend und Silvester geschlossen. Wer ein so genanntes erhöhtes Beförderungsgeld (wegen Schwarzfahrens) bezahlen muss, sollte beachten, dass der Kundendienst im Rheinbahnhaus, Hansaallee, am 23. Dezember nur von 12 bis 16 Uhr besetzt und vom dann bis Silvester geschlossen ist.
Im Sprinterwerk von Mercedes haben die Weihnachtsferien heute schon begonnen. Die 6000 Mitarbeiter mussten bis 9. Januar Urlaub einreichen oder ihr Zeitguthaben belasten, so eine Sprecherin des Konzerns in Stuttgart. Gerade jetzt wäre das für Immobilienvermittler Aengevelt undenkbar. "Das Jahresendgeschäft ist in unserer Branche oft eine richtig heiße Zeit", sagt Firmensprecher Thomas Glodek. Vertragsabschlüsse und Beurkundungen sind also auch zwischen den Feiertagen möglich. Eine Urlaubssperre für die 75 Mitarbeiter gibt es aber auch nicht – "wer will, kann Urlaub nehmen, wenn es geht".
Umgekehrt ist es in der Rheinbahn-Verwaltung. Die schließt zwischen den Feiertagen, aber "wer will, kann arbeiten", sagt Sprecherin Heike Schuster. Für Fahrer, Werkstatt, Leitstelle und alle, die unmittelbart mit dem operativen Geschäft zu tun haben, gilt das natürlich nicht – die Rheinbahn gewährleistet auch von Weihnachten bis Neujahr den öffentlichen Personennahverkehr.
Keine Pause auch am Platz der Ideen. "Es wird zwar ruhiger bei uns", so eine Sprecherin der Werbeagentur Grey Deutschland, aber "niemand muss Urlaub nehmen. Wer arbeiten will, kann gerne kommen." So ist es auch bei Ergo geregelt. "Wir sind so ein großes Haus, da kann jeder selbst entscheiden, wann er in Urlaub geht", sagt Monika Stobrawe. "Betriebsferien gab's bei uns noch nie."
Im Henkel-Werk dagegen ist die Zeit von Weihnachten bis Neujahr Ruhezeit. Aber nicht alle der 5500 Mitarbeiter mussten dafür Urlaub nehmen: Kraftwerk und Werkfeuerwehr müssen besetzt bleiben, der Werksarzt ist im Dienst und in der Verwaltung wird gearbeitet: "Unsere Controller müssen schließlich den Jahresabschluss fertig haben", so Sprecherin Heike Ambaum.
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