Japaner aus Düsseldorf ausgezeichnet: Michelin-Stern für Restaurant Nagaya
zuletzt aktualisiert: 10.11.2010 - 11:09„Das ist unglaublich“, freut sich Yoshizumi Nagaya. Als erster Japaner in Deutschland hat sich der 39-Jährige einen Michelin-Stern erkocht. Um null Uhr in der Nacht zu Mittwoch hat der Koch, der das Restaurant Nagaya an der Klosterstraße in Düsseldorf betreibt, von seinem Erfolg erfahren.
„Das ist der Traum eines jeden Kochs, auch ich habe immer von einem Stern geträumt“, sagt Nagaya Mittwochmorgen. Seit 2003 betreibt er sein Restaurant in Düsseldorf, zunächst an der Bilker Straße. Im Sommer 2009 zieht er an die Klosterstraße. Die Küche des modern und stilvoll eingerichteten Lokals, die den Michelin-Testern jetzt einen Stern wert war, bietet fernöstliches mit Anklängen der europäischen Küche. „Aromen und Techniken der abendländischen wie auch der asiatischen Küche werden im Nagaya auf höchstem Niveau neu kombiniert und interpretiert“, heißt es auf der Internetseite des Restaurants.
Nagaya selbst ist seit zehn Jahren in Deutschland. Zunächst arbeitete er im Edo in Lörick. Als der Traditionsjapaner schloss, ging Nagaya nach Mailand ins berühmte Nobu „um noch mehr zu lernen“, wie er sagt. Doch die Familie wollte gerne in Düsseldorf bleiben. Die heute 17-jährige Tochter besucht ein Düsseldorfer Gymnasium. Also kehrte der Koch zurück an den Rhein, eröffnete sein eigenes Restaurant und lernte und experimentierte dort weiter. Dafür wurde er jetzt mit einem Michelin-Stern belohnt.
Damit ist das Nagaya der Neugzugang unter Düsseldorfs Sterne-Restaurants. Im Guide Michelin 2011 mit zwei Sternen aufgeführt sind das Hummer-Stübchen von Peter Nöthel und Peter Liesenfeld und das Restaurant Im Schiffchen von Jean-Claude Bourgueil. Dessen zweites Restaurant Jean-Claude hat einen Stern. So wie das Berens am Kai von Holger Berens, Das Tafelspitz 1876 von Daniel Dal-Ben und das Victorian von Volker Drkosch.
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