Bühne an der Längsseite der LTU-Arena: Mick Jagger zum Greifen nah
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007 - 08:37Düsseldorf (RPO). Die Fans sind heute abend beim Auftritt der Rolling Stones in der LTU-Arena nicht weit vom Geschehen entfernt. Durch das Bühnenquerformat beträgt der weiteste Abstand zwischen Bühne und Zuschauern rund 40 Meter.
Dale Skjerseth breitet entspannt seine Arme aus und grinst. „Es läuft alles nach Plan. Mick Jagger und die anderen Jungs sind in Top-Form. Die Fans können sich auf eine tolle Show freuen“, verspricht der Rolling Stones Production Manager.
Skjerseths Gelassenheit vor dem Gastspiel der Rolling Stones in der LTU-Arena heute ab 20 Uhr, kommt nicht von ungefähr. Seit der Voodoo-Lounge-Tour 1995 ist er für den reibungslosen Bühnenaufbau der britischen Rock’n Roll-Band verantwortlich. „Die Rolling Stones sind über alles, was wir machen, bestens informiert. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist hervorragend“, sagt Skjerseth.
Die Szene hatte gerätselt: Wo werden Mick Jagger, Keith Richard, Ron Wood und Charlie Watts den Abend vor dem Düsseldorf-Konzert verbringen? Die Stars, die alle mit Familie angereist waren, entschieden sich offenbar für einen Männerabend: im Monkey’s West wurden gestern für die Rolling Stones vier Plätze reserviert.
Für den Aufbau standen Skjerseth 235 Arbeitskräfte zur Verfügung. Bereits vor dem Fortuna-Spiel am Dienstag wurden die ersten Vorbereitungen getroffen. „Gleich nach dem Abpfiff haben dann alle richtig losgelegt. Im Prinzip wird seitdem rund um die Uhr gearbeitet“, erzählt Konzertveranstalter Walter Gommers, der mit 30000 Besuchern rechnet.
Im Querformat werden die Stones heute bei geöffnetem Dach vor ihre Fans treten. Nicht an der Kopf-, sondern an der Längsseite des Stadions türmt sich die 32 Meter hohe und 100 Meter breite Bühne auf. „Es war ein ausdrücklicher Wunsch der Band, die Bühne quer aufzubauen. In Amerika ist dieses Format an der Tagesordnung“, berichtet Gommers. Wegen der Änderung mussten einige Tickets getauscht werden. (siehe nebenstehenden Text) Im Innenraum werden Jagger &Co. auf einem 26 Meter langen Steg ihren Fans im bestuhlten Innenraum ganz nah sein. Große Entfernungen zwischen Zuschauern und Band gebe es durch den Queraufbau ohnehin nicht, sagt Gommers. „Der weiteste Abstand ist knapp 40 Meter. Steht die Bühne auf der Kopfseite sind es oft mehr als 100 Meter.“
Wie die Setliste aussieht, mit welchem Lied die Stones ihre Fans zu Beginn in Stimmung bringen wollen, bleibt bis zum Konzert-Beginn geheim. „Die Jungs haben bei jedem Konzert eine andere Setliste“, sagt Skjerseth. Aber am Samstag, vor 45000 Zuschauern im schweizerischen Lausanne „haben sie viele alte Songs gespielt.“
In Lausanne hatte übrigens die US-Rockband The Dandy Warhols das Vorprogramm bestritten, weil die gesetzte Amy Winehouse nach einer Drogenüberdosis in einer Klinik behandelt werden musste. In Düsseldorf wird offenbar noch mit der Soul-Sängerin gerechnet. „Wir haben keine Absage erhalten“, so Skjerseth und Gommers unisono. Im Notfallstünden aber Ersatzbands zur Verfügung.
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