Über 10 Millionen Schaden für Anleger: Millionenbetrüger festgenommen
zuletzt aktualisiert: 30.04.2004 - 16:43Der Festnahme des 59-Jährigen waren langwierige und aufwändige Observationen vorausgegangen. Das Kriminalkommissariat 23 (Organisierte Wirtschaftkriminalität) hatte zuvor durch Ermittlungen den Tatverdacht gegen den 59-Jährigen derart erhärtet, dass der zuständige Richter Haftbefehl erließ.
Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin baute Wolfgang M. in der Zeit von Ende 2000 bis Oktober 2003 ein Netzwerk von Repräsentanzen seiner Firma De Medici Invest Ltd. auf. Hierüber akquirierte er zusammen mit seinen Vermittlern mehrere Hundert Kunden, denen hochverzinsliche Festgeldanlagen mit 100-prozentiger Kapitalgarantie angeboten wurden.
Zunächst wurden die vertraglich zugesicherten Leistungen eingehalten. Später erfolgten weder Zinszahlungen noch Rückzahlungen des angelegten Kapitals. Den geprellten Anlegern entstand ein Schaden von rund 9,3 Million Euro.
Damit nicht genug: Von September 2002 bis Juni 2003 kooperierte der Festgenommene mit zwei Mitarbeitern eines Düsseldorfer Kreditinstituts. Sie transferierten Festgelder von Kunden ohne deren Wissen auf Konten von Wolfgang M. Dazu fälschten sie in Kundenunterschriften und Überweisungsträger.
Später wurden bei unterschiedlichen Kreditinstituten von weiteren Beschuldigten Anderkonten eingerichtet, auf die die Kundengelder flossen. Die Anderkonten lauteten auf den Namen der Kunden des geschädigten Kreditinstituts. Die Betroffenen waren ahnungslos. Verfügungsberechtigter über die Anderkonten war Wolfgang M. Der Gesamtschaden kann auf rund zwei Millionen Euro beziffert werden.
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