Foto: rpo, Johannes Bornewasser
Am Dienstag haben Mitarbeiter vor der WestLB-Zentrale in Düsseldorf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die Beschäftigten wollten mit der Aktion vor der Bankzentrale gegen den Rückzug des bisherigen WestLB-Vorstandschefs Heinz Hilgert protestieren, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der WestLB, Doris Ludwig (Mitte).
Die Stimmung bei den Mitarbeitern der WestLB ist angespannt. Hilgert erntete immer wieder zwischenapplaus für ihre Forderungen. Plakate mit Aufschriften wie "Dr. Rüttgers: NRW braucht eine starke WestLB" forderten die Angestellten ein Konzept für die Rettung ihrer Arbeitsplätze.
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"Ich bin seit 30 Jahren im Unternehmen", sagte Manuela Papkalla. "Mich bewegt es sehr, dass es nicht voran geht. Mitarbeiter werden eingespart aber es geschieht nichts. Es fehlt der Fortschritt. Vielleicht ist der Führungswechsel ja eine Chance für die WestLB."
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Ulrich Boden ist vom Rücktritt des WestLB-Vorstandschefs Heinz Hilgert überrascht worden. "Ich bedaure diesen Rücktritt sehr. Herr Hilgert hat der WestLB ein Gesicht gegeben. Ich sehe die Zukunft aber nicht so negativ. Die WestLB kann gestärkt aus dieser Krise hervorgehen."
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Manfred Matthewes, Betriebsrat bei der WestLB, fühlt sich vom zurückgetretenen Vorstandschef Heinz Hilgert im Stich gelassen.
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"Eine Abwicklung der WestLB wäre viel teurer, als der Bank noch einmal eine neue Chance zu geben", sagt Susanne Jörg. Sie ist seit 25 Jahren bei der Landesbank. Heute ist sie in der Kundenbetreung tätig. "Die WestLB hat noch Zukunft - schließlich stehen wir an der Spitze der deutschen Landesbanken", sagt die Bankerin.
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Dietmar Fischer sitzt für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der WestLB. "ich bin von den Sparkassen und dem Land Nordrhein-Westfalen sehr enttäuscht", sagt der Investmentbanker. Die Sparkassen halten über ihre Verbände mehr als 50 Prozent der WestLB-Aktien. Das Land NRW hat einen Anteil von gut 30 Prozent. "Das erste Quartal ist sehr gut gelaufen. Die Eigentümer müssen uns eine Chance geben", fordert Fischer.
Dieser Mitarbeiter beteuerte seine Solidarität mit dem Arbeitgeber sogar schriftlich.