Hochschule zieht um: Mode-Akademie wächst rasant
VON CHRISTINE SCHRADER - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 07:40Düsseldorf (RPO). 15 Jahre lang war die Akademie für Mode und Design (AMD) im ehemaligen Atelier von Jörg Immendorff zu Hause. Bald zieht die private Hochschule in größere Räume am "Platz der Ideen".
Die seit 1995 am Standort Düsseldorf beheimatete Mode und Design-Akademie (AMD) mit Sitz in der Gustav-Poensgen-Straße suchte lange nach geeigneten Räumlichkeiten. "Wir platzen hier aus allen Nähten, denn zum Sommersemester 2010 beginnt ein zusätzlicher Bachelor-Kursus zu Mode Design", so die Akademieleiterin Christine Kubatta und ergänzt: "Jetzt haben wir dank der Vermittlung der Immobilienfirma Anteon unseren "Gebäude-Solitär" gefunden."
In den alten Stallungen der ehemaligen Ulanenkaserne, in der zurzeit noch die Pferdeboxen aktiv sind und der Blick auf den Reitplatz unverbaut ist, soll zum Wintersemester 2010 geschneidert werden. Auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern über drei Etagen, erstrecken sich modernste Werkstätten und Labors für Studierende.
Kreatives Umfeld
Das neue Campus-Gelände am Gardeplatz hat Signalwirkung für die staatlich anerkannte private Hochschule: "In diesem Jahr wurde die AMD vom Wissenschaftsrat der Bundesrepublik als dritte private Hochschule für Gestaltung in Deutschland institutionell anerkannt", sagt Ekkehart Baumgartner, Leiter des zentralen Marketings und der Kommunikation der AMD. "Das war ein Meilenstein in der Hochschullandschaft, denn der Wissenschaftsrat ist das höchste Gremium in Bildungsfragen", sagtBaumgartner.
Einen nicht minder bekannten und kreativen Nachbarn hat AMD schon: die Werbeagentur GREY hat schon vor zwei Jahren mit ihrer "Ideen-Botschaft" auf dem Areal Einzug gehalten. Im Sinne des "Clustermanagements", dem Aufbau und der Gestaltung von regionalen Netzwerken, dem sich die AMD nach eigenen Angaben verschrieben hat, dürfte diese Nachbarschaft von Interesse sein.
Das Areal, die Kasernen des Reiter-Infanterie- und Artillerieregiments, entstand 1890 nach den Vorgaben der preußischen Garnison-Gebäudeordnung von 1889 und lag seinerzeit weit vor den Toren der Stadt. Es handelt sich um massive Backsteinbauten, die heute zum Teil unter Denkmalschutz stehen.
Die Planung für die Nutzung des künftigen Areals beruhten auf Ergebnissen eines im Jahr 2002 durchgeführten Werkstattverfahrens und nahm danach in einem Bebauungsplan-Vorentwurf konkretere Gestalt an.
2006 erwarb die Projektgesellschaft Tannenstraße, ein Joint-Venture der LEG Standort- und Projektentwicklung und der THS TreuHandStelle GmbH den größten Teil des über zehn Hektar großen Grundstücks zur Bebauung von Wohn- und Büroflächen. Auf der Gesamtfläche sollen insgesamt um die 500 Wohneinheiten entstehen. "Das wird ein Erlebnisort, der auch für die Öffentlichkeit attraktiv sein wird", freut sich Kubatta.
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