Mit Hape Kerkeling und Bettina Böttinger: Modegeplauder beim Kö-Talk
zuletzt aktualisiert: 30.11.2007 - 09:00Düsseldorf (RPO). Selbst der Kö-Talk stand diesmal im Zeichen des goldenen Rehleins. Drei Gesprächspartner hatte Leonie Spiegel dazu eingeladen: Albert Eickhoff, dem Düsseldorf die Idee zum Bambi-Fest am Rhein verdankt, Bettina Böttinger, Gast bei der Bambi-Gala, und Hape Kerkeling, Bambi-Preisträger für Kultur. Seine Pilger-Bekenntnisse „Ich bin dann mal weg“ wurden bisher 2,5 Millionen Mal verkauft - das erfolgreichste Sachbuch aller Zeiten.
Glück für Moderator Jan Hofer: Er hatte es an einem seiner schwächeren Tage mit einem äußerst pfiffigen Trio zu tun, das souverän über manchen Ausrutscher hinweglächelte. Amüsant erzählte Bettina Böttinger, wie sie Albert Eickhoff beim Kauf ihres ersten Abendkleides kennen lernte: „Er hat mich in einen Traum in Blau geschossen, eine Bonbonniere zum Anziehen. Später einigten wir uns auf ein Mittelmaß. Heute verlasse ich mich auf ihn.“ Modeschauen interessieren sie selten („Man möchte denen was zu essen raufwerfen“), Pelze erst recht nicht: „Pelz trägt mein Dackel, das reicht.“
Wie hält es Hape mit der Mode? „Im Fernsehen nicht zu modisch, ich fürchte mich vor den Wiederholungen in zehn Jahren.“ Sponsorenangebote? Fehlanzeige. „Ich hab’s versucht, die wollen mich nicht einkleiden.“ Eickhoff immerhin meldete Interesse an Kerkelings neue Fernsehfigur: „Die Gisela würde ich gern mal modisch beraten.“ Ansonsten seien die Linien seines Hauses klar: „Umsonst gibt’s bei uns gar nichts.“
Plötzlich kippt eine Flasche um, Wasser spritzt über den Boden. Behände greift Hape zur blütenweißen Serviette und spielt galant den Putzmann, bevor er auf sein Alter Ego Horst Schlämmer eingeht: „Ich dachte, das wird ein Superflop. Der Kerl ist unsympathisch, eklig und riecht bis über den Schirm.“ Warum das Gegenteil eintraf, kann er nur ahnen: „Vielleicht, weil es insgeheim in jeder Familie so einen gibt, an den wir uns erinnert fühlen?“
Bettina Böttinger über Hape: „Er ist ein Menschenfreund. Sein Witz hat etwas mit Menschenliebe zu tun. Deshalb ist er für mich der Größte.“ Ein tiefsinniger Beobachter ist der Komiker auch, wenn er feststellt: „Die Blicke der Leute werden stumpfer. Es beunruhigt mich, dass man so selten in wache Augen sieht.“
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