Tote Kindergärtnerin: Mordprozess gegen 30-Jährigen beginnt
zuletzt aktualisiert: 31.07.2009 - 07:32Düsseldorf (RPO). Nächste Woche wird sich der 30-jährige Installateur Andreas K. wegen Mordes an seiner früheren Lebensgefährtin vor dem Schwurgericht verantworten müssen. Staatsanwalt Ralf Herrenbrück wirft ihm in der Anklage Heimtücke vor. Die Kindergärtnerin Susanne K. (32) habe demnach nicht mit einem Angriff ihres Ex-Freundes rechnen können.
Sie war im September vorigen Jahres von ihrer Mutter tot in ihrer Wohnung an der Frankenstraße gefunden worden. Die Mutter hatte vergebens versucht, ihre Tochter telefonisch zu erreichen, nachdem Kolleginnen aus dem Kindergarten Susanne K. an ihrem Arbeitsplatz vermissten. Die Mutter war es auch, die den Notarzt alarmierte, Doch der konnte nur noch den Tod der jungen Frau feststellen. Aufgrund der deutlichen Würgemale an ihrem Hals hatte der Mediziner dann die Polizei eingeschaltet.
Der Stiefvater des Opfers war der erste, der die Fahnder auf den Ex-Freund aufmerksam machte, den er vor Susanne K.s Wohnung gesehen hatte. Wenige Stunden nach Entdeckung der Leiche nahm die Polizei Andreas K. in seiner Wohnung fest, wo er zunächst jede Beteiligung am Tod seiner früheren Freundin abstritt. Erst nach Stunden brach er im Verhör zusammen, gab den Mord zu.
Andreas K. hatte sich mit der Trennung von seiner Freundin, mit der er einst Heiratspläne geschmiedet hatte offenbar nicht abfinden können, immer wieder den Kontakt zu ihr gesucht. Auch bei seinem letzten Besuch war es schon bald wieder darum gegangen, der Beziehung eine neue Chance zu geben. Susanne K. hat sich nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in keiner Weise bedroht gefühlt, auch dann nicht, als sie ihrem Ex-Freund erneut einen Korb gegeben hatte. Sie ließ sogar zu, dass er ihr den Nacken massierte. Dabei, so die Anklage, habe K. die junge Frau erdrosselt. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm lebenslange Haft.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




