Pädagogin in "Selbstfindungsphase": Muslimische Lehrerin klagt für Recht auf Mütze
zuletzt aktualisiert: 14.02.2007 - 15:29Weil sie im Unterricht des verbotenen Kopftuchs eine bunte Mütze tragen will, hat die muslimische Lehrerin einer Düsseldorfer Gesamtschule das Land NRW verklagt. "Ich komme mir ohne Kopfbedeckung nackt vor", erklärte die 36-jährige Pädagogin aus Köln am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht.
Der Rechtsbeistand der Frau sagte, sie befinde sich "in einer Selbstfindungsphase". Dafür benötige sie ihre Mütze. In der Schule soll die Frau angeblich erklärt haben, sie wolle mit der Mütze wie schon zuvor mit dem Kopftuch ihre religiösen Gefühle ausdrücken. "Und das ist laut Schulgesetz bei uns nun mal verboten", sagte der Anwalt des Landes NRW.
Die Lehrerin wehrt sich mit der Klage gegen eine Abmahnung und ihre drohende Kündigung. Die Frau hatte nach der Änderung des Schulgesetzes im Herbst vergangenen Jahres ihr Kopftuch durch eine bunte Mütze ersetzt. Die Schule und das Land verlangen nun, dass sie auch auf diese Mütze verzichtet. Da es bei dem Gütetermin zu keiner Einigung kam, soll nun am 1. Juni über die Klage verhandelt werden.
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