Rheinufertunnel: Neue Blitzanlage bereits installiert
zuletzt aktualisiert: 21.09.2009 - 16:59Der Rheinufertunnel ist die erste innerstädtische Röhre, die die neuartige Radar-Überwachungstechnik erhält. Das von einer Monheimer Firma entwickelte System nutzt eine Technik, die einen Blitz erzeugt, der für Autofahrer kaum wahrnehmbar ist. Die Anlage wurde bereits installiert, ist jedoch noch nicht „scharf“ geschaltet.
Vier Radar-Anlagen mit insgesamt acht Blitzern sind im Rheinufertunnel installiert worden. Ab Oktober soll die Anlage in Betrieb gehen. Im ersten und im letzten Drittel des Tunnels wird dann jede Kamera jeweils in einer Fahrspur die zulässige Höchstgeschwindigkeit überwachen.
Für die Bauarbeiten wurde wechselseitig eine Fahrspur des Tunnels gesperrt. Wann die neue Anlage in Betrieb gegangen ist, erkennen Autofahrer an Zweierlei: Vor allen Tunneleinfahrten werden Schilder auf die Überwachung hinweisen, zudem steigt die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Tunnel von 60 auf 70 km/h.
Die Landeshauptstadt reagierte damit auf die spektakulären Raser-Fälle, die vor gut einem Jahr für Aufsehen gesorgt hatten. Damals stoppte die Polizei in nur dreieinhalb Stunden mehr als 60 Autofahrer, die mehr als 20 km/h zu schnell unterwegs waren. 15 von ihnen erhielten ein Fahrverbot. Den traurigen Rekord dieses Tages hielt ein Raser, der in einem 425 PS starken Gefährt mit Tempo 182 durch den Tunnel rauschte.
Bereits im Jahr 2001 hatten sich Politik und Stadtverwaltung aufgrund der immer wieder festgestellten hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen die Installation von Blitzern gewünscht. "Seinerzeit war einfach die Technik – speziell die Blitztechnik – noch nicht so weit, um einen gefahrlosen Überwachungsbetrieb zu gewährleisten", sagte Ordnungsdezernent Werner Leonhardt. "Nun ist dies jedoch möglich, so dass die Anlagen zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Rheinufertunnel liefern werden."
Die Technik wurde inzwischen weiterentwickelt, denn eine zusätzliche Gefahr für den Verkehr entsteht durch die neuen Radaranlagen nicht mehr. Die Robot Visual Systems GmbH aus Monheim hat eine Technik entwickelt, deren Blitz für das menschliche Auge nahezu unsichtbar ist. Die so genannte Black-Flash-Blitztechnik mache es möglich, sowohl das Kennzeichen als auch das Innere des Fahrzeugs so zu erleuchten, dass der Fahrer nicht geblendet wird.
Ausgelöst wird die Kamera durch Sensoren, die sich in der Fahrbahn befinden. Je drei von ihnen bilden ein Messfeld und senden bei der Überfahrt eines Autos Signale an einen Rechner. Ermittelt dieser, dass der Fahrer schneller als mit 70 km/h das Feld passiert hat, löst die Kamera aus.
Sorge, durch die doppelte und unsichtbare Radarüberwachung auch zweifach bezahlen zu müssen, brauchen Verkehrssünder nicht zu haben: Wird ein Fahrer gleich zweifach geblitzt, so gilt dies als Tateinheit.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





