Grundgebühr entfällt: Neue Taxigebühren höher und transparenter
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 19.08.2008Düsseldorf (RPO). Keine Grundgebühr mehr fürs Taxifahren, stattdessen eine Pauschale von 5,50 Euro für die ersten zwei Kilometer und 1,70 Euro für jeden weiteren Kilometer ohne Unterschiede zwischen Tag und Nacht: Das sind Eckpunkte eines neuen Gebührensystems für Taxis, das die Verwaltung erarbeitet hat. Gestern Abend stellte sie es in der CDU-Fraktion vor.
Unterm Strich der Neuordnung bleibt für die Taxi-Unternehmer mehr Geld. Die Genossenschaft hatte bereits mehrmals in den vergangenen Jahren eine Erhöhung der Fahrpreise gefordert, weil die Einnahmen angesichts der rasant gestiegenen Treibstoffpreise und der höheren Versicherungsprämien sowie Anschaffungskosten für Autos nicht mehr ausreichten. Seit 2005 waren die Preise fürs Taxifahren nicht mehr erhöht worden. „Die Forderungen der Taxi-Genossenschaft sollten endlich berücksichtigt werden “, sagt der Vorsitzende des Ordnungs- und Verkehrs-Ausschusses, Rolf-Jürgen Bräer (SPD).
Die CDU wollte aber mit einer Erhöhung stes auch ein übersichtliches Angebot für Kunden und einen Anreiz schaffen, Taxis auch auf Kurzstrecken zu benutzen. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Andreas Hartnigk, hatte zusammen mit der Verwaltung immer wieder unterschiedliche Modelle vorgespielt.
Das neue System, das die Verwaltung vorschlägt, soll diesen Anspruch erfüllen. Ein größerer Anreiz für Kurzfahrten soll der einheitliche Tarif von 5,50 Euro für die ersten zwei Kilometer sein. Der so genannte Winketarif – Passanten konnten ein Taxi heranwinken und brauchten dann für zwei Kilometer nur 3,20 Euro zahlen – wird abgeschafft, weil er sich nicht bewährt hat. Auch die Grundgebühr von 2,40 Euro bei Fahrtantritt wird gestrichen.
Eine weitere Vereinfachung: Es gibt keine Tag- und Nachttarife mehr, auch der Zuschlag bei Entfernungen über zehn Kilometer fällt weg. Vom dritten Kilometer an fallen für jeden weiteren 1,70 Euro an. Ein Vergleich der alten und neuen Gebühr zeigt, dass zum Beispiel eine Fahrt von fünf Kilometern etwa neun Prozent teurer wird. Die FDP-Fraktion will die neue Regelung unterstützen. Auch die Grünen halten das Modell für tragbar.
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