Krahestraßen-Explosion: Nieder ist nicht selbstmordgefährdet
zuletzt aktualisiert: 08.06.2009 - 07:47Düsseldorf (RPO). Der Mann, der sein Mietshaus an der Krahestraße in die Luft jagte, um dort Eigentumswohnungen zu bauen, und der durch die Gasexplosion sechs seiner Mieter im Schlaf tötete, erholt sich im Justizkrankenhaus Fröndenberg von einer Verletzung, die er sich mit einem Einwegrasierer am Handgelenk beigebracht hatte.
Heinz Nieder, den die Justiz erst im dritten Anlauf rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt hatte, und der zuvor wegen unbotmäßig langer Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt worden war, hatte sich fürs Gefängnis für zu krank erklärt und war der Ladung zum Haftantritt im April nicht gefolgt.
Tabletten geschluckt
Stattdessen schluckte er ein paar Tabletten und versteckte sich in einem hessischen Hotel, wo er am 24. April diesen Jahres gefasst wurde. Sein abgelehnter Antrag auf Haftunfähigkeit liegt inzwischen zur Entscheidung bei der Vollstreckungskammer in Hagen.
Im Gefängnis dort hatte er sich am Tag nach seiner Einlieferung die Verletzungen beigebracht, deretwegen er ins Justizkrankenhaus Fröndenberg verlegt worden war. Suizidgefahr, heißt es von dort, bestehe bei dem Mörder Heinz Nieder derzeit nicht.
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