Wer tötete den "Professor"?: Noch keine Spur vom Mörder
zuletzt aktualisiert: 07.08.2008Düsseldorf (RPO). Vier Tage nach dem Tod des arbeitslosen Hans-Joachim Will im Florapark in Bilk hat die Polizei zwar zahlreiche Hinweise, aber noch keine konkrete Spur, die zum Mörder führen könnte. Auch die Tatwaffe, mit der Will am späten Samstagabend in dem kleinen Park hinter der Akademie der Wissenschaften 26 Stichwunden beigebracht wurden, ist noch nicht gefunden.
Will, der nach seinem Pädagogik-Studium Anfang der 90er Jahre das Wahlkreisbüro des früheren Arbeitsministers Friedhelm Fahrtmann geleitet und später zur Deutschen Angestellten Gewerkschaft gewechselt war, hatte seinen Job als Jugendbildungsreferent vor einigen Jahren verloren. Der schon als Student wegen seines Alkoholkonsums aufgefallene Mann stürzte ab, hauste zuletzt in einer schmuddeligen Wohnung, aus der er jeden Morgen in den Florapark ging. Dort treffen sich jeden Tag Menschen wie er, trinken gemeinsam bis zum Abend, reden über Alles und Nichts. Dort hatten sie ihn voller Achtung den „Professor“ genannt. Auch weil er oft zur Uni ging.
Dort sah man ihn aber nicht nur in der Bibliothek, wo Hans Will davon träumte, ein Buch zu schreiben. Oft sammelte er auch die weggeworfenen Plastikbecher der Studenten ein, um ein paar Cent Pfand zu bekommen. In Neuss hat er früher an der Volkshochschule Kurse für Leute gegeben, die ins Radio wollten – er selbst moderierte jeden zweiten Sonntag beim Bürgerfunk. Seine Hilferufe am Samstag hat offenbar niemand gehört.
Für Hinweise, die zur Ergreifung seines Mörders führen, ist eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.
Hinweise an die Mordkommission unter Telefon 8700
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







