Flughafen Düsseldorf: NRW will Nachtflugverbot lockern
zuletzt aktualisiert: 21.04.2010 - 18:18Seit 11 Uhr am Mittwoch gelten für den Luftraum über Düsseldorf keine besonderen Beschränkungen mehr. Trotzdem wird es wohl Tage dauern, bis der Flugverkehr wieder nach Plan läuft. In den kommenden Tagen soll das Nachtflugverbot gelockert werden.
Bis der Flugverkehr wieder regulär läuft, will das NRW-Verkehrsministerium das Nachtflugverbot für den Düsseldorfer Flughafen lockern. Zwar gelten weiter nur begründete Ausnahmen, heißt es aus dem Ministerium. Doch die Genehmigungen sollten nun flexibler gestaltet werden als sonst. Für die Nacht zu Donnerstag sind laut Ministerium bereits zwei Nachtflüge von den Fluggesellschaften angefragt worden.
Der Flughafen Düsseldorf hatte schon vor einigen Tagen beim Verkehrsminister eine generelle Aufhebung des Nachtflugverbotes beantragt - das ist aber abgelehnt worden. Nun hofft man beim Flughafen auf die "flexiblere Handhabung" dieser Regel. Das sagt das Ministerium auch zu, mehr allerdings nicht.
Von den rund 200 geplanten Flügen waren gegen 17 Uhr rund 160 gestartet. Unter normalen Umständen wären es 650 gewesen. Insgesamt wird es nach Angaben der Deutschen Flugsicherung noch eine Weile dauern, bis alles wieder nach Plan laufen kann. "Der Flugverkehr ist ein sensibles System", sagte eine Sprecherin. Viele Maschinen seien noch immer nicht dort, wo sie laut Einsatzplan sein müssten.
Reisende müssen weiterhin mit starken Beeinträchtigungen und Verzögerungen im europäischen Luftverkehr rechnen. Am Düsseldorfer Flughafen geht man davon aus, dass es noch einige Tage dauern wird, bis der Flugbetrieb wieder nach Plan stattfinden kann.
Informationen zu den Flügen gibt es auf den Homepages der Fluggesellschaften www.airberlin.com, www.lufthansa.de, www.condor.de und www.flygermania.de. Passagiere werden weiterhin gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Flughafen zu informieren, ob ihr Flug wie geplant starten kann.
Schon am Dienstag waren hunderte Reisende nach Düsseldorf zurückgeflogen worden. Die Fluggesellschaften hatten Ausnahmegenehmigungen erhalten, um gestrandete Passagiere aus Urlaubsgebieten zurückzuholen. Die Maschinen fliegen im so genannten kontrollierten Sichtflug. Bis zum späten Nachmittag waren rund 80 Flugzeuge gestartet und gelandet. Sie hatten Reisende aus Urlaubsregionen wie den Kanaren, den Balearen aus der Türkei und Ägypten, aber auch aus Newark, Chicago und Miami an Bord. Auch erste innerdeutsche Flüge fanden statt.
Bilder der ersten Passagiere, die am Montagabend in Düsseldorf eingetroffen sind, sehen Sie hier.
Flugchaos in Europa
- Aschewolke - Experte warnt vor Schwestervulkan
- Service - was Reisende jetzt wissen sollten
- Tägliche Millionenverluste - Aschewolke ärgert Industrie
- Aschesäulen nach Vulkanausbruch - ein Naturereignis in Bildern
- Tausende warten auf ihre Flüge - gestrandet in Europas Flughäfen
- Satellitenbilder - Der Vulkanausbruch aus dem All
- Videos
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







