Erwin-Nachfolge: OB: Elbers gegen Kortmann?
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 31.05.2008 - 10:17Düsseldorf (RPO). Bei der CDU ist so gut wie alles klar: Die Parteispitze will mit Dirk Elbers in die Oberbürgermeister-Wahl gehen. Bei der SPD wird Partei-Chefin Karin Kortmann am heißesten gehandelt. Gestern Abend wurde noch heftig gerungen.
Am Montagabend will CDU-Kreisverbands-Chef Klaus-Heiner Lehne dem Parteivorstand seinen Vorschlag für die OB-Neuwahl mitteilen. Aber inzwischen gibt es kaum einen Zweifel, dass dies Bürgermeister Dirk Elbers sein wird. Gestern tagte der fünfköpfige geschäftsführende Vorstand der CDU und sprach sich für Elbers als Kandidaten aus.
„Elbers ist derjenige, der jahrelang als Erwins Stellvertreter an dessen Seite gearbeitet hat“, sagte Lehne auf Anfrage. „Er ist voll in den kommunalpolitischen Themen drin und deshalb der logische designierte Nachfolger.“ Am Montag soll nun der Parteivorstand darüber entscheiden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er Lehnes Vorschlag folgt.
Auch für die Mitgliederversammlung am 20.Juni, bei der der Spitzenkandidat per Urwahl gewählt werden soll, ist nicht mit Überraschungen zu rechnen. Gegenkandidaten wird es wohl nicht geben. Der Kandidat soll dann am 10. Juli noch formal von Delegierten nominiert werden. „Das freut mich“, sagt Elbers zu der Unterstützung der Parteispitze, hält sich ansonsten jedoch bedeckt. „Wir müssen entscheiden, was das Beste für die Stadt ist.“
Ganz so klar wie bei der CDU ist die Situation bei den Genossen nämlich noch nicht. Zwar gilt Parteichefin Karin Kortmann als heißeste Anwärterin auf die Spitzenkandidatur, aber auch Fraktionschef Günter Wurm ist noch nicht ganz aus dem Rennen. Echte Mitbewerber sind sie aber nicht, sie haben vielmehr eine Art Arbeitsteilung: Wurm werde es machen, wenn Kortmann es nicht macht, ist aus SPD-Kreisen zu hören.
Wobei auch das nicht sicher ist. Gestern Abend trafen sich die beiden Wahlkreis-Ausschüsse - Kortmanns Bundestags-Wahlkreis im Süden und der von Michael Müller im Norden. Dort verlief vergangenes Jahr in etwa auch die Grenze im parteiinternen Streit. Im Mittelpunkt stand natürlich die Kandidaten-Frage. Ihr eigener Wahlkreis hat Kortmann die Unterstützung ausgesprochen.
Aber auch Müller hat eigenen Angaben zufolge in seinem Wahlkreis für Kortmann geworben und sagte auf Anfrage: „Wir gehen davon aus, dass Karin Kortmann eine geeignete Kandidatin ist.“ Auch der Norden sprach Kortmann am späten Abend laut Müller die Unterstützung aus. Entschieden ist damit noch nichts. Um Details wird noch immer heftig gerungen.
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