Pasqualino Palmieri: „Ohne Pasta fehlt mir was“
VON CLAUDIA KRAHN - zuletzt aktualisiert: 25.01.2006 - 16:06Düsseldorf (dto). Ganz klar: Nudeln machen glücklich. Wer sollte das besser wissen als Pasqualino Palmieri, Küchenchef und Gastronom, der in einem kleinen Ort zwischen Rom und Neapel aufwuchs. Er erklärt, warum der Genuss von Nudeln für gute Stimmung sorgt und worauf es beim Kochen ankommt.
„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da“, schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe. Für die Düsseldorferin Marion Ammon stellt sich dieses berauschende Gefühl immer dann ein, wenn sie vor einem dampfenden Teller Spaghetti in Knoblauchöl sitzt. „Nudeln machen mich glücklich“, sagt sie. Und wer kennt nicht die leuchtenden Kinderaugen, wenn Spaghetti Bolognese statt Spinat oder Spitzkohl auf den Mittagstisch kommen?
Auch Pasqualino Palmieri, Küchenchef im „Ristorante Teatro La Fenice“, weiß um die phantastische Wirkung von Pasta. „Der Genuss macht glücklich“, sagt der italienische Küchenchef. Gerne erinnert sich der Italiener, der in einem kleinen Ort zwischen Rom und Neapel seine Kindheit verbrachte, an die gemeinsamen Mittagessen in der Großfamilie. „Das war immer mein größtes Glück“, meint der Gastronom.
Von 13 bis 15 Uhr ruhte die Arbeit und alle ließen sich unter anderem von „nonnas“ selbst gemachter Pasta verzaubern. Denn in Sachen Nudeln macht den Italienern keiner etwas vor. Kunststück - sie kochen sie ja auch schon lange genug. Denn trotz allen Hickhacks unter Historikern, steht fest: Ein etruskisches Grabrelief aus dem dritten Jahrhundert vor Christi Geburt zeigt ein Nudelholz und ein Teigrädchen - für die Italiener Beweis genug, dass die Nudeln ihre Erfindung sind. Auch heute noch hat Pasta für Pasqualino Palmieri eine ganz besondere Bedeutung: „Ich esse fast jeden Tag Nudeln. Wenn ich mal darauf verzichte, fehlt mir etwas“, so der Italiener. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Denn: „Dieses Lebensmittel kann man mit fast allem kombinieren.“ Jedoch sollte der Hobbykoch beachten, dass dickflüssige Soßen wie die Bolognese oder eine edle Steinpilzsoße am besten mit glatten Nudeln (etwa breite Tagliatelle) harmonieren. Dünnflüssigere Soßen wie Trüffel-Crème-, Lachs- oder Salm-Soßen hingegen sind in Kombination mit Fusilli (Spiralnudeln) ein echter Genuss für den Gaumen.
Warum Nudeln nun glücklich machen, beschreibt eine Internetseite. Bei www.nudelnmachengluecklich.de wird’s erklärt: Zum einen seien sie preiswert, lassen sich vielfältig variieren und gelten als idealer Power-Lieferant. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr zum Beispiel vor dem Sport die Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Darum würden auch viele Spitzensportler Nudeln essen. Und dann wird durch die komplexen Kohlenhydrate noch Serotonin im Körper ausgeschüttet - und genau diese „Glücksdroge“ verbessert die Stimmung.
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