17. Unesco Gala in Düsseldorf: Ovationen für Bud Spencer und Karlheinz Böhm
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 15.11.2009 - 18:51Früher war er der Haudegen mit dem großen Herz. Heute gibt er sein Herz für Kinder in Not. Der 80 Jahre alte Filmstar Bud Spencer war bei der 17. Unesco Charity-Gala im Düsseldorfer Maritim Hotel Ehrengast. Ein anderer mit großem Herz wurde ausgezeichnet: Karlheinz Böhm.
Anfang 80, Schauspieler und soziales Engagement waren scheinbar einige Kriterien, um von der Unesco am Wochenende für "Kinder in Not" ausgezeichnet zu werden. Jedenfalls trafen diese beiden Kriterien auf Bud Spencer und Karlheinz Böhm zu. Spencer war Pate der Unesco Charity Veranstaltung, Böhm erhielt sogar einen Ehrenpreis.
Carlo Pedersoli war 1959 der erste italienische Schwimmer, der die 100 Meter in weniger als einer Minute zurücklegte. Besser bekannt ist er jedoch in der Rolle des prügelnden Bud Spencers. „Die rechte und die linke Hand des Teufels“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Sie nannten ihn Plattfuß“ waren einige seiner vielen Filme. Der Medienrummel um den Alt-Star scheint auch heute noch ungebrochen.
Bei der 17. Unesco Charity Gala stand Spencer als Pate auf der Bühne. Auf Italienisch hielt er seine Ansprache. Allein seine Präsenz wirkte auf viele Zuschauer ergreifend. Von Sonderbotschafterin Ute Henriette Ohoven wurde er an diesem Abend neben den Schauspiel-Kollegen Jane Fonda, Forest Whitaker, Stephen Dorff und Weltkomponistin Denise Rich mit dem „Unesco Charity Award“ ausgezeichnet.
Zwar kam er mit seinen 1,93 Metern und seiner leiblichen Fülle etwas schwerfällig auf die Bühne, doch das sollte ihn nicht vor seiner Begehrtheit und einem Medienrummel schützen. Gemeinsam mit Jermaine Jackson erregte Spencer wohl das meiste Aufsehen.
Stehende Ovationen für Böhm
Eine besondere Auszeichnung erhielt Karlheinz Böhm. Die Stiftung ehrte den Schauspieler für sein langjähriges soziales Engagement. Klaus Maria Brandauer hielt die Laudatio für den 82-Jährigen. In seiner Rede betonte der Schauspieler und Regisseur, dass sich Böhm um den Menschen verdient gemacht habe.
Nicht etwa seine Figur in Filmen wie beispielsweise die als Kaiser Franz-Joseph an der Seite von Romy Schneider in der Sissy-Trilogie (1955 bis 1957) oder die Faßbinder-Produktionen „Effi Briest“ sowie „Faustrecht der Freiheit“ (beide 1974) wären seine Rollen. Vielmehr sei es sein soziales Engagement für Menschen. „Ich mache einen tiefen Diener vor der wirklichen Rolle deines Lebens“, sagte Klaus Maria Brandauer.
Böhm setzt sich seit 1981 mit seiner Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ in Äthiopien sein. Die Saalgäste honorierten das mit stehenden Ovationen.
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