Wir zeigen, wer wo antritt: Parteien sind fit für die Landtagswahl
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 18.01.2010 - 07:44Düsseldorf (RPO). Am 9. Mai wird der neue Landtag gewählt. Bei den Parteien laufen die Vorbereitungen bereits seit Monaten. Inzwischen sind alle Düsseldorfer Kandidaten nominiert. Wir zeigen, wer wo antritt.
Nach der Landtagswahl 2005 war die Überraschung groß: In allen vier Düsseldorfer Wahlkreisen hatten die Kandidaten der CDU das Mandat direkt geholt. Die SPD ging leer aus, nur eine Genossin aus der Landeshauptstadt, Claudia Scheler, schaffte es über die Reserveliste in den Landtag.
Mit guten Listenplätzen schafften es auch Robert Orth von der FDP und Monika Düker von den Grünen in das Parlament. Mindestens so viele Düsseldorfer Abgeordnete werden es diesmal werden – möglichwerweise wird es auch die Linkspartei erstmals schaffen.
Wahlkreis 40 Bei den großen Parteien treten zwei gegeneinander an, die sich noch aus dem Rathaus kennen: Der Rechtsanwalt Olaf Lehne (CDU) sitzt bereits seit 2005 im Landtag und hat mit Markus Weske (SPD) einen Herausforderer, der erstmals antritt.
Weske, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hat nach derzeitigem Stand Platz 20 auf der Reserveliste, die jedoch noch nicht von der Landesdelegierten-Konferenz beschlossen ist. Dieser Platz gilt – ausgehend von ähnlichen Ergebnissen wie bei der Bundestagswahl 2009 – als relativ sicher. Lehne ist, wie alle anderen CDU-Kandidaten auf einem aussichtslosen Listenplatz.
Alle gehen davon aus, dass die CDU die Wahlkreise ohnehin direkt holt. Für die Grünen tritt Ratsfrau Clara Deilmann an, sie wird mit Platz 31 nicht über die Liste einziehen. Die FDP schickt wieder Robert Orth ins Rennen. Der Rechtsanwalt sitzt seit 2000 im Landtag, ist Vorsitzender des Rechtsausschusses und hat den sicheren Listenplatz fünf. Die Linkspartei, die hofft, über fünf Prozent und ins Parlament zu kommen, hat Wolfgang Dreßen (Platz 16), Ex-FH-Professor, aufgestellt.
Wahlkreis 41 Die CDU hat den Unternehmensberater Jens Petersen, der seit 2005 im Landtag ist, wieder aufgestellt. Die SPD schickt erstmals Karl-Heinz Krems ins Rennen, der sich bisher vor allem als Gegner der geplanten Gerresheimer Ortsumgehung. Der Büroleiter der SPD-Landtagsfraktion hat bisher einen unsicheren Listenplatz.
Für die Grünen tritt in Düsseldorfs Osten Monika Düker an, die seit 2000 im Landtag sitzt, ist innen- und rechtspolitische Sprecherin der Fraktion und mit Listenplatz sieben abgesichert. Die FDP hat die Ratsfrau Veronika Dübgen aufgestellt, ohne sicheren Listenplatz. Für die Linke kandidiert Ratsherr Frank Laubenburg, er hat Listenplatz 18, der vermutlich nicht ziehen wird.
Wahlkreis 42 Nachdem Thomas Jarzombek vom Land- in den Bundestag gewechselt ist, wirbt die CDU bei der Landtagswahl mit einem neuen Gesicht: Stefan Wiedon, Diplom-Sportlehrer und zurzeit Ratsherr. Auch er muss den Wahlkreis aus dem Stand direkt holen. Ebenfalls zum ersten Mal tritt Dirk Jehle für die SPD an. Er ist Diplom-Sozialarbeiter bei der Stadt und hat keinen sicheren Listenplatz. Die Grünen haben Stefan Engstfeld nominiert, derzeit Mitarbeiter einer Bundestagsabgeordneten in Berlin.
Sein Listenplatz 20 könnte vielleicht noch ziehen. Für die FDP zieht Ratsherr Rainer Matheisen, Student, in den Wahlkampf – mit einem aussichtslosen Listenplatz. Für die Linke tritt der Landeschef Wolfgang Zimmermann an, der auf Platz zwei der Liste steht.
Wahlkreis 43 Hier treten zwei politische Schwergewichte gegeneinander an: Für die CDU geht Peter Preuß, der seit 2005 im Landtag sitzt, ins Rennen. Der Rechtsanwalt ist Vize-Parteichef in Düsseldorf und Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels der Union, der CDA. Sein Herausforderer von der SPD ist Regierungspräsident Jürgen Büssow, der bereits von 1975 bis 1995 Landtagsabgeordneter war.
Es könnte also spannend werden. Denn beide haben Listenplätze, die nicht sicher sind. Bei den Grünen ist der Student Martin-Sebastian Abel nominiert. Er könnte mit Platz 26 höchstens als Nachrücker in den Landtag einziehen. Für die FDP tritt Thomas Nicolin an, kaufmännischer Leiter und Ratsherr, – ohne sicheren Listenplatz. Ebenfalls Symbol-Kandidatin ist die Linke-Ratsfrau Angelika Kraft-Dlangamandla.
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