Wie Heinrich Heine: Peter Handke ist nicht immer bequem
zuletzt aktualisiert: 23.05.2006 - 14:41Düsseldorf (pld). Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen-Altenmarkt im österreichischen Kärnten geboren. Mit der Uraufführung seiner provozierenden Textattacke "Publikumsbeschimpfung" 1966 in Frankfurt/Main gelang ihm ein furioser Einstieg in die Literatur. Mit Werken wie "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", "Ritt über den Bodensee", "Die Unvernünftigen sterben aus" oder "Der kurze Brief zum langen Abschied" sicherte sich Handke bereits in den 70er-Jahren einen Platz unter den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation.
Die neueren Theaterstücke von Handke inszenierte mit Vorliebe der Intendant und Regisseur Claus Peymann. In Wien brachte er 1990 Handkes "Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land" heraus und 1992 "Die Stunde da wir nichts voneinander wussten". Für erheblichen Wirbel sorgte Handke ab 1996 mit seinen Streitschriften ("Gerechtigkeit für Serbien"), Reiseberichten und Interviews zum Balkankrieg. Die mit Spannung erwartete Uraufführung von Handkes Balkankriegsstück "Die Fahrt im Einbaum oder das Stück zum Film vom Krieg" (1999) fand ebenfalls wieder in der Verantwortung von Claus Peymann statt.
Zum umfangreichen Werk des Schriftstellers und Übersetzers Peter Handke zählen auch Drehbücher, unter anderem zu den Filmen "Chronik der laufenden Ereignisse" (1970), "Falsche Bewegung" (1975), "Die linkshändige Frau (1977)" und "Der Himmel über Berlin" (1987). Zahlreiche Auszeichnungen begleiten seinen künstlerischen Weg, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Schiller-Preis, der Büchner-Preis der Große Österreichische Staatspreis und jetzt der Heine Preis.
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