Unterspülungen: Politik fordert Aufklärung
VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 08:22Düsseldorf (RPO). Abgesackte Straßendecken, unterspülte Fahrbahnen, zuletzt sogar ein eingebrochener Lastwagen an der Brehmstraße – Düsseldorfs Straßen haben sich in den vergangenen Wochen als brüchig erwiesen.
Auch dass sich dazu noch eine Reihe von Rohrbrüchen gesellten, die zum Teil von Baggern verursacht wurden, hat das Vertrauen der Bürger nicht gestärkt. Die Politik hat sich des Themas nun angenommen. In der heutigen Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses (OVA) soll die Verwaltung erklären, ob die Häufung Zufall ist oder ob etwas anderes dahintersteckt. "Es wird einen Bericht der Verwaltung dazu geben", sagte gestern OVA-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) – obwohl das Thema nicht mehr fristgerecht auf die Tagesordnung gelangt sei. "Und wenn der nicht ausreichend ist, werden wir vor der nächsten Sitzung Ende September eine hochoffiziele Anfrage stellen." Ihm sei es wichtig, "Ruhe und Sachlichkeit in die Debatte zu bringen, damit keine Hysterie entsteht", so Volkenrath.
Grünen-Verkehrsexperte Norbert Czerwinski sagte, dass er das Thema spätestens auf die Tagesordnung des Rates (23. September) bringen werde, falls es im OVA und im Bauausschuss (7. September) keine befriedigenden Antworten gibt. "Ich will etwa wissen, ob die Stadt die vielen Baustellen alle mit dem selben Personal kontrolliert, und ob die Kontrollen ausreichen."
Es gebe "keinen Grund zur Panik, aber es darf nicht Standard werden, dass man so lange wartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist". Darum solle sich die Verwaltung auch dazu äußern, welche prophylaktischen Maßnahmen es gibt – "ob etwa vor der Einrichtung einer Baustelle Bodenradar angewendet wird, um den Boden auf mögliche Hohlräume zu untersuchen".
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