Forderung im Rat: Politiker wollen Fußballfans besser trennen
VON STEFANI GEILHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 01.05.2009 - 11:32Düsseldorf (RPO). Unter den 3000 Dynamo-Dresden-Fans, die am Samstag in der LTU Arena erwartet werden, dürften auch etliche Anhänger sein, die nach polizeilicher Einschätzung gewaltbereit sind.
Die Fans, bei der Polizei in den Kategorien B und C als potenzielle Krawallmacher eingestuft, werden von einem Großaufgebot der Polizei vom Bahnhof bis zu ihren Plätzen im Stadion begleitet werden. Einsatzleiter Norbert Topka hofft auf ein schönes Fußballspiel und eine An- und Abreise ohne Zwischenfälle.
Die Stadt überlegt inzwischen, ob das nicht mit weniger Aufwand zu regeln ist. Im Rat erklärte am Donnerstag Ordnungsdezernent Werner Leonhardt, es werde geprüft, ob die An- und Abreise auswärtiger Fans nicht wie früher am Rheinstadion geregelt werden könne: mit zusätzlichen Bussen und flexiblen Anbindungen an den Fernverkehr. Dann könnte etwa auch der Flughafenbahnhof ins Konzept eingebunden werden. Dann müssten auswärtige Fans nicht mehr am Hauptbahnhof anreisen und von dort zur Arena geleitet werden.
Der Rat befasste sich mit dem Thema, weil vor zwei Wochen vor der ebenfalls als hochbrisant eingestuften Fortuna-Begegnung einige hundert Menschen von der Polizei im Restaurant Kastanie festgesetzt worden waren. Nach Ansicht von Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) ein überzogener Einsatz, zu dem die Stadt Stellung beziehen müsse.
Das aber lehnte Leonhardt unter Hinweis auf laufende Ermittlungen gegen Polizeibeamte ab. Er versicherte den Ratsmitgliedern aber, dass das Thema Absicherung der Fußballspiele demnächst auch im Kriminalpräventiven Rat auf die Tagesordnung kommt.
Vor dem Hintergrund des so genannten Kastanien-Einsatzes haben Fortuna-Fans für Samstag, 11 Uhr, eine Demonstration angemeldet. 500 Teilnehmer wollen sich auf dem Marsch vom Aquazoo zur Arena von gewalttätigen Hooligans distanzieren. Um 13 Uhr ist eine Abschlusskundgebung geplant.
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