Zwischen Gesetz und Verbrechen: Polnische Studie über Eckerts Kriminalromane
zuletzt aktualisiert: 05.08.2004 - 14:45Düsseldorf (ddp). Die preisgekrönten Kriminalromane des Düsseldorfer Schriftstellers Horst Eckert sind Thema einer polnischen akademischen Studie. "Zwischen Gesetz und Verbrechen - Horst Eckert und die 'klassische' Kriminalgeschichte" lautet die Magisterarbeit der Posener Germanistin Justyna Jessa.
In der polnischen Literaturwissenschaft werde noch immer über den Kriminalroman als solchen die Nase gerümpft, sagte Jessa in einer am Donnerstag in Düsseldorf verbreiteten Mitteilung. Eckert habe aber Kriminalromane mit Tiefe und Vielschichtigkeit geschrieben, die ihm eine Sonderstellung verschafften.
In jedem seiner Romane breche "für Eckerts Figuren die Welt zusammen. Diese existenzielle Verknüpfung der Figuren mit der Handlung lässt die Ermittler-Figuren über sich hinauswachsen und die Leser mitfiebern." Die von Eckert dargestellte Welt sei "ein Ort, an dem jeder gegen jeden ist, an dem Karriere und Wettbewerb viel mehr Bedeutung haben als die Gerechtigkeit und Bestrafung von Verbrechern. Eckerts Polizeibehörde ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, in der jeder nur an sich selbst denkt, jeder jeden benutzt, um an sein eigenes Ziel zu kommen."
Die in deutscher Sprache verfasste Examensarbeit schrieb Jesse an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen (Poznan) aus.
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