Trittbrettfahrer vor Gericht: Pooth-Affäre: Schlammschlacht beginnt
VON WULF KANNEGIESSER - zuletzt aktualisiert: 17.02.2009 - 17:10Düsseldorf (RPO). Bei Prozessbeginn vor dem Landgericht gegen einen mutmaßlichen Trittbrettfahrer der Maxfield-Pleite sollte es am Dienstag um Betrug und Erpressung gehen. Doch der Angeklagte schweigt. Und sein Anwalt will in den nächsten Monaten tief in die Vorgänge um zwei Ex-Sparkassen-Chefs einsteigen.
Keine Chance auf einen kurzen Prozess: Statt vier Verhandlungstage gegen einen 57-jährigen Serienbetrüger braucht das Landgericht für den ersten Prozess aus dem Umfeld der Pooth-Sparkassen-Affäre jetzt wohl etliche Monate. Das zeigte sich am Dienstag beim Start vor der 17.Strafkammer.
So darf laut Medizinern gegen den 150 Kilo schweren Angeklagten wegen massiver Diabetes maximal zwei Stunden verhandelt werden. Und sein Anwalt verlangt obendrein, dass jetzt alle Strafakten gegen die Ex-Sparkassen-Vorstände Humme und Stiegemann und gegen Franjo Pooth auf den Tisch kommen. Die Verhandlung wurde unterbrochen, soll am 2. März fortgesetzt werden.