Dank an das Jeckenvolk: Prinzenpaar ist wieder im Alltag
zuletzt aktualisiert: 04.03.2008 - 08:46Für Barbara Oxenfort und Josef Hinkel, seit dem Elftenelften besser als Prinz Josef und Venetia Barbara bekannt, ist auch vier Wochen nach Rosenmontag noch längst nicht alles vorbei. Zwar sind sie wieder im Alltag angekommen, aber diese turboschnelle, weil so kurze Session, die war ein einmaliges Erlebnis, sagen beide.
Vor allem haben die zwei das dringende Bedürfnis, sich zu bedanken. „Die Menschen haben uns regelrecht durch die Session getragen!“ So schätzen sie übereinstimmend diese Zeit ein.
Die Adjutantur, ihre Fahrer, die Vereinsvorsitzenden und die Präsidenten, vor allem die CC-Chefs Engelbert Oxenfort (Barbaras Vater) und Jürgen Rieck („Die haben uns einfach laufen lassen!“), Mario Tranti (Mundartfreunde), der Pantomime Nemo , Lothar Hörnung (KG-Regenbogen) und ganz besonders das Publikum: Prinz und Venetia sagen allen Danke!
Wer die beiden dabei erlebt, der sieht, dass sie es ehrlich meinen. Beide wissen aber auch: Den jeweils anderen als Partner gefunden zu haben, war großes Glück, der Idealfall, sozusagen. Dabei hatte es vorher einige gegeben, die das Paar mit Skepsis betrachteten: Wer wird wen an die Wand spielen? OB Joachim Erwin etwa fragte: „Ob das klappt - zwei solche Alpha-Tiere?“ Gemeint war: Keiner der beiden ist schüchtern, beide sind gewohnt, vor Leuten aufzutreten, beide sind spontan, schlagfertig, haben Humor und keine Angst vorm Mikro.
Und was passierte? Es gingen zwei auf die Bühne, die einander auf Augenhöhe ansahen und sich als Team sahen. Barbara: „Jeder von uns ist 50 Prozent vom Ganzen. Aber zusammen sind wir mehr als 150 Prozent!“ Das ist zwar mathematisch Unsinn, in der erlebten Realität aber so empfunden worden, sagen beide.
Und jetzt? Jetzt sind sie wieder im normalen Leben. Er in der Bäckerei, sie im Restaurant. Für ihr Projekt „Pänz in die Bütt“ haben sie insgesamt 25.000 Euro gesammelt, bei ihren vielen Auftritten auch ein paar vielversprechende Nachwuchs-Jecke gesehen. Um dieses Projekt wollen sie sich weiter kümmern, auch da ist für sie noch nicht alles vorbei.
Und die Frage nach der zweiten Amtszeit, einer Ehrenrunde? Auch darin sind sich einig: So etwas Schönes kann man nicht wiederholen -und daher soll man es auch nicht versuchen. Sie finden nicht, dass die Nachfolger es schwer haben. Barbara: „Im Gegenteil. Wir haben gezeigt, wie es gehen kann. Das wird vielleicht manche ermuntern, sich zu bewerben, die das sonst nicht tun würden.“
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