Oberkasseler soll in die Politik: Promi-Wirt will in den Stadtrat
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 28.11.2008 - 08:57Düsseldorf (RPO). Giuseppe Saitta, Chef der gleichnamigen Osteria und Piazza, ist von der CDU für den Wahlbezirk Heerdt/ Oberkassel nominiert worden. Der 48-Jährige möchte „gerne mitgestalten“, sich für Jugend und Familie engagieren.
Auf dem Parkett der Prominenten bewegt sich Giuseppe Saitta perfekt. Schließlich schätzen viele Schöne, Reiche und Berühmte die Gastlichkeit des Gastronomen. Ob die „Osteria Saitta“ in Niederkassel oder die „Piazza Saitta“ am Barbarossaplatz in Oberkassel – nicht nur das schicke Düsseldorf kommt zum Essen, um zu sehen oder gesehen zu werden. Der letzte Promi in einer langen Reihe: Dietrich Grönemeyer, renommierter Wissenschaftler und Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer, der vorige Woche zu Gast bei Saitta war.
Ab 2009 will Giuseppe Saitta für die CDU auch italienisches Flair in den Stadtrat bringen: Am Mittwochabend wurde der 48-Jährige mit großer Mehrheit für den Stadtrat nominiert. 13 der 15 Anwesenden stimmten für ihn, sein Gegenkandidat Wolfgang Hofmann, ein 54-jähriger Polizist, erhielt eine Stimme. Ein Mitglied enthielt sich.
Im Einzelhandelsverband aktiv
„Nur zuzuschauen, ist nicht mein Ding“, so Saitta im Gespräch mit der Rheinischen Post, „ich will auch mitgestalten.“ Politisch aktiv ist der verheiratete Vater zweier Töchter, Rosa (12) und Giulia (9), bereits seit Jahren: seit 2001 ist er Mitglied der CDU, seit 2003 als sachkundiger Bürger stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften, im Stadtbezirk ist er im Parteivorstand, außerdem ist er im Einzelhandelsverband aktiv.
Als Ratsherr will sich Saitta vor allem familien- und kinderfreundlicher Stadtteilpolitik, dem Kampf gegen Kinderarmut, dem Zusammenleben der Generationen und dem Thema Integration widmen. In den Stadtteilen Heerdt/ Oberkassel möchte er zudem den Schwerlastverkehr reduzieren, „besonders nachts“. Zuversichtlich ist Saitta, dass er den Wahlbezirk gegen seine SPD-Herausforderin Marion Warden direkt holen wird.
Die 50-jährige Diplom-Verwaltungswirtin, Tochter des scheidenden SPD-Ratsherrn Kajo Keil, will ebenfalls neu in den Rat einziehen – was als gewiss gilt, weil sie auf dem sicheren Listenplatz 17 steht. Einen solchen Platz wird auch Saitta bekommen, betont CDU-Chef Klaus-Heiner Lehne, schließlich sei es ihm als erstem EU-Bürger mit ausländischem Hintergrund gelungen, selbstständig im Wahlkreis zu überzeugen. „Außerdem“, so Lehne augenzwinkernd, „ist damit die gastronomische Versorgung gesichert“.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.





