Waldorfschulen fordern Gleichbehandlung: Protest vor dem Landtag
zuletzt aktualisiert: 16.11.2004 - 13:48Düsseldorf (ddp). Mit einer dreitägigen Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag wollen die heilpädagogischen Waldorfschulen in NRW gegen eine angebliche "Ungerechtigkeit" bei der Finanzierung ihrer Schulform aufmerksam machen. Im Vergleich zu den anderen Ersatzschulen im Land müssten die heilpädagogischen Einrichtungen die drei- bis vierfache Eigenleistung aufbringen, bemängelten die Schulen am Dienstag. Aus Protest dagegen verlagern neun Schulen unter anderem aus Bonn, Essen und Bochum ihren Unterricht seit Dienstag und noch bis Donnerstag vor den Landtag.
Bereits jetzt sei die Finanzierung der Schulen nur unter größter Anstrengung der Eltern möglich, hieß es. Zudem müssten wünschenswerte Fördermaßnahmen reduziert werden. Eltern von behinderten Kinder, die solche Schulen besuchten, seien dadurch erheblich benachteiligt. Die Schulen forderten daher, eine "differenzierte Betrachtung" der Schultypen in das neue Schulgesetz aufzunehmen. Besonders betroffen von der Finanzierungslücke sind den Angaben zufolge 18 Schulen im Land, die in Eltern-Lehrer-Trägerschaft sind.
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