Weihnachten mal anders: Punkrock statt "Stille Nacht"
zuletzt aktualisiert: 18.12.2007 - 12:30Wer um Weihnachten nicht nur unter der Tanne hocken und sich allerlei Gehaltvolles einverleiben will, dem bieten die Düsseldorfer Kulturinstitute und Bühnen einige lohnenswerte Alternativen, von derbem Punkrock bis hin zu anspruchsvollem Kabarett. Nur an Heiligabend kommt fast niemand an weihnachtlicher Besinnlichkeit vorbei.
Musikalisch geht es kurz vor Weihnachten im Savoy Theater zu. Am 22. und 23. Dezember singt dort Dänen-Import Gitte Haenning „Ich will“. Einfühlsam, verspielt, heiter und ausdrucksstark sei die musikalische Reise quer durch die verschiedenen Genres ihrer Karriere, so die Veranstalter. Wer es lauter und rhythmischer mag, ist im Capitol Theater bestens aufgehoben. Die pulsierenden Disco-Hits der 80er bringt ein internationales Sänger- und Tänzerensemble im Musical „Miami Nights“ auf die Bühne. Vorstellungen gibt es am 23. Dezember, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag.
Wer es ein wenig neben der Spur mag, dem seien Stahlwerk und zakk ans Herz gelegt. An der Ronsdorfer Straße steht am 21. Dezember das alljährliche Adventssingen mit Guildo Horn auf dem Programm. Einen Tag später gibt Schlagersänger Tony Marony seine Strange X-Mas-Show zum Besten. Gäste der schrägen Show sind Gaby Maibaum, Wolfgang City und andere.
Alles andere als besinnlich wird sicher auch der X-Mas Punkrock Bash einen Tag vor Heiligabend. Auf der Bühne: Punkrocklegende "Die Mimmi’s" mit der neuen CD "Ich will alles....und noch mehr", "TV Smith" hat einen ganzen Haufen Hits im Gepäck und wird neben vielen Solo-Stücken auch mal wieder ein paar Advents-Hits zum Besten geben.
Wer schon an Heiligabend genug Besinnlichkeit getankt hat, für den naht Rettung im zakk. Bei der X-mess-Party spielt DJ DVE den Soundtrack zum Fest. Im Club gibt's Rock mit DJ Ingwart. Nach Familienprogramm und Festtagsbraten müssen die Kalorien runter. Dazu gibt es am ersten Weihnachtsfeiertag beim 80er X-Mas-Special im Stahlwerk genug Gelegenheit.
Aber auch einige Düsseldorfer Theater bieten weihnachtliche Zerstreuung. Prominente Mimen stehen am 22. Dezember im Theater an der Kö auf der Bühne. In „Die Nummer des Jahres“ widmen sich Hugo Egon Balder, Jenny Jürgens und Marianne Rogée bei einem Radiosender den Weihnachtsnöten ihrer Hörer.
Das Köm(m)ödchen wartet an den Feiertagen mit einem Klassiker auf. „Couch, ein Heimatabend“, eine Satire über den Zustand der Republik, läuft seit Jahren erfolgreich im Traditionshaus und steht auch am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Programm.
Das Schauspielhaus hat am 23. und 25. Dezember auch seine kleinen Zuschauer im Visier. „Mio, mein Mio“ von Astrid Lindgren ist ein Stück für Kinder ab sechs Jahren. Für die Eltern gibt es „Kommt ein Mann zur Welt“ von Martin Heckmann. Geboren werden, Kind sein, Erfolg haben, Familie gründen, Rückschläge erleiden, Krank sein, Sterben. Ist das alles? – lautet die Frage des Autors. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wartet mit „Libussa“ von Franz Grillparzer ein visionäres Märchendrama auf Bühnenfreunde.
Nichts los ist dagegen in den Düsseldorfer Museen. Heiligabend sind alle Kulturinstitute geschlossen. Das gilt auch für den ersten Weihnachtstag – bis auf eine Ausnahme: Als einziges Haus öffnet das museum kunst palast mit seiner Ausstellung "Bonjour Russland" die Pforten. Erst am zweiten Weihnachtstag kommen Kunstfreunde wieder voll auf ihre Kosten.
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