Thomas Hermanns kommt: "Quatsch Comedy" live im Capitol
VON JUTTA LAEGE - zuletzt aktualisiert: 14.02.2011 - 17:01Thomas Hermanns will sein erfolgreiches Comedy-Format als Live-Show auch in Nordrhein-Westfalen etablieren. Wie beim Eurovision Song Contest hat der Aufführungsort den Ausschlag für Düsseldorf gegeben. Für Hermanns ist der Capitol-Club ideal: „Da kannste reingehen und anfangen.“
Der NDR hat sich bei der Ausrichtung des Eurovision Song Contest für Düsseldorf entschieden. Und einer, der für den NDR auch schon in Sachen „ESC“ unterwegs war, jetzt auch: Thomas Hermanns, bekennder Fan des europäischen Liederwettbewerbs, der früher unter „Grand Prix“ firmierte, wird mit seinem „Quatsch Comedy Club“ ebenfalls in die Landeshauptstadt kommen.
Und auch, wenn das eine nicht direkt mit dem anderen zu tun hat, ist es für Thomas Hermanns natürlich trotzdem ein Thema. „Unser Programm wird von Grand Prix bis zur Russin auf der Kö natürlich alles abbilden, was Düsseldorf zu bieten hat“, verriet der Comedy-Profi am Montag beim Ortstermin im Capitol-Theater. Dort wird die Live-Show des „Quatsch Comedy Club“ am Donnerstag seine Premiere feiern.
Termine und Karten
Die ersten drei Live-Shows des Quatsch Comedy-Clubs fiden am 18., 18. und 19. Februar statt.
Moderator ist der Parodist Thomas Nicolai. Er begrüßt die Comedians Matthias Seling, C. Heiland, Robert Louis Griesbach und Matthias Jung.
Weitere Termine mit neuem Ensemble sind am 24., 25. und 26. März, 5.6. und 7. Mai sowie 16., 17. und 18.Juni.
Karten kosten zwischen 21 und 18 Euro und sind unter Telefon: 73440 erhältlich.
Das Comedy-Prinzip von Hermanns hat sich in Berlin und Hamburg etabliert. „In der Hauptstadt sind wir jetzt seit zehn Jahren, in Hamburg schon fünf. Ein Dauergastspiel in NRW gab es noch nie.“ Das soll jetzt anders werden. Die Termine stehen bis Juni fest. An jeweils drei Abenden pro Monat werden bekannte und unbekannte Comedians und ein wechselnder Moderator die Bühne im Capitol-Club entern. „Deutschlands bekannteste Stand-up-Comedy-Show ohne Werbepausen, hautnah, unzensiert, in unverwechselbarer, charmant-lauschiger Club-Atmosphäre“, versprechen die Macher.
Das Erfolgsrezept ist im Fernsehen lange erprobt. Thomas Hermanns’ „Quatsch Comedy Club“ geht schon in sein 20. Jahr. „Im kommenden Februar feiern wir unsere große Geburtstagsgala“, verrät Hermanns. Sein Comedy-Format war Sprungbrett für viele Künstler, die inzwischen das Samstagabend-Programm der Sender von ARD bis Pro 7 bestreiten.
Aus der Talentschmiede des „Quatsch Comedy Clubs“ stammen Comedians wie Bülent Ceylan, Réné Marik oder Cindy aus Marzahn. „Die hatte sich bei uns in Berlin eigentlich als Kellnerin beworben“, erzählt Thomas Hermanns. Er erinnert sich auch noch an einen Workshop, den er an der Kölner Comedy-Schule gegeben hat: „Da saßen Hennes Bender, Marion Barth und Eckhard von Hirschhausen drin.“ Und er weiß von Tiefschlägen, die alle heute bekannten Größen von Nuhr bis Mittermaier erleben mussten. „Wenn nach fünf Minuten keiner lacht, dann bist Du sehr, sehr alleine.“
Vor dem Comedy-Standort NRW hat der gebürtige Bochumer jede Menge Respekt. „Der Humor wurde ja hier erfunden“, grinst er. Düsseldorf könne dabei die Schnittstelle zwischen „harmonisch-rheinischem und trockenem Ruhrpott-Humor“ werden. Im Gegensatz zur Fernseh-Show könne die Live-Show auf einen Standort maßgeschneidert werden.
Und während das Fernsehen trotz der Menge der Comedy-Formate ja unter personeller Verknappung leide, könne die Live-Show des „Quatsch Comedy Club“, andere Formen entwickeln, „lange bevor das Fernsehen sich sowas traut“. Hermanns selbst wird im Hintergrund bleiben. „Ich bin ja schon seit zwei Jahren nicht mehr der Moderator. Ich stelle mich hinten hin, gucke streng und mache die Kollegen nervös.“
Vor zwei Jahren gab er auch die Moderation der Eurovision Song Contest-Party auf der Reeperbahn auf. Und er sieht das heute voller Selbstironie: „Gutes Timing, oder? Ich hätte nie gedacht, dass wir den ESC gewinnen. Ich habe aufgehört und es hat geklappt.“ Und so wird er den kommenden Liederwettbewerb im Mai zu Hause auf seinem Sofa angucken und frei von der Seele ablästern können.
Einen Vorgeschmack gab’s Montag schon: „Grand Prix in Düsseldorf. Das wird toll. Wir müssen jetzt nur noch gucken, für welches Land wir noch einen Song von Ralph Siegel unterbringen können.“
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