Leo-Statz-Berufskolleg: Rauchende Schüler lassen Nachbarn verzweifeln
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008 - 10:04Düsseldorf (RPO). Die Folgen des Rauchverbots bekommen die Nachbarn des Leo-Statz-Berufskollegs in Bilk seit Monaten zu spüren: Weil das Rauchen auf dem Schulgelände per Gesetz verboten ist, weichen die Schüler auf Eingänge und Einfahrten benachbarter Wohnhäuser aus, hinterlassen in den Pausen nicht nur Berge von Kippen, sondern Brötchentüten, Essensreste und was sonst vom Imbiss übrig bleibt.
„Sie benutzen Fensterbänke der Erdgeschosswohnungen als Frühstückstische, wenn wir etwas sagen, werden wir beschimpft“, schilderte Anwohnerin Ilona Ruez im Beschwerdeausschuss die Not der Nachbarn.
Der eigens erschienene Schulleiter Gerd Nöldner konnte Ruez nur Recht geben: „Wir haben das Problem als Schule erkannt, viel versucht und diskutiert, aber bisher keine Lösung gefunden.“ Die problematische Gruppe seien nicht die Berufsschüler, die 70 bis 80 Prozent der rund 2000 Schüler ausmachten, sondern die steigende Zahl der Vollzeitschüler ohne Berufsausbildung. „Die Struktur dieser Schülergruppe hat sich stark verändert“, so Nöldner. „Sie halten keine Spielregeln ein, respektieren keine Normen.“ Da helfe weder der neue Passus in der Hausordnung, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen, noch der ausgehängte Bußgeldkatalog der kommunalen Ordnungshüter vom OSD, die auch schon mehrfach zu Kontrollen angerückt seien.
Aschenbecher nicht erwünscht
Angesichts dieser Hilflosigkeit waren auch die Ausschussmitglieder ein wenig ratlos, einigten sich schließlich aber darauf, es mit einem Mix zu versuchen: Schüler sollen in die Lösungssuche mit einbezogen werden, das Thema soll pädagogisch eingebunden werden, indem etwa Schüler den Müll auch wegräumen sollen, das alles flankiert von Kontrollen des OSD. Wenig Sympathien fand der Vorschlag, Aschenbecher aufzustellen und die Grüppchen so gezielt von den Häusern wegzulenken.
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