Bis zu 38 Grad: Rekordhitze – Düsseldorf schwitzt
VON JUTTA LAEGE - zuletzt aktualisiert: 12.07.2010 - 09:16Düsseldorf (RPO). Samstag war der bisher heißeste Tag des Jahres. Die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr waren rund um die Uhr im Einsatz. Wer konnte, flüchtete dorthin, wo es kühl und nass war – zum Beispiel unter eine Dusche auf dem Burgplatz.
Temperaturen bis 38 Grad, kaum Abkühlung in der Nacht, nur ein paar Tröpfchen Regen, die ein Gewitter werden wollten, aber ganz schnell wieder der Sonne wichen und verdunsteten. Die Rekordhitze machte am Wochenende vielen zu schaffen.
Feuerwehreinsätze Die Rettungswagen der Feuerwehr waren rund um die Uhr im Einsatz, wenngleich, so Feuerwehrsprecher Dieter Seiter, in Zahlen nicht festgehalten worden sei, welche Zusammenbrüche auf die Hitze und welche auf erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen waren. Immerhin gab es ja am Samstagabend noch das kleine WM-Finale, das mit dem deutschen 3:2-Sieg endete. Kreislaufprobleme waren jedenfalls die häufigsten Gründe, warum die Rettungswagen gerufen wurden.
Rheinpegel Eine Durststrecke hat derzeit vor allem der Rhein zu bewältigen. Und die sieht man ihm an vielen Stellen auch an. Der aktuelle Pegelstand in Düsseldorf lag gestern Mittag bei 1,98 Meter. Das ist deutlich unter dem Normalstand von 3,38 Metern. Doch Grund zur Sorge gibt es deshalb nicht: Vom historischen Tiefstand im Jahrhundertsommer 2003 (74 Zentimeter) ist der Pegel noch weit entfernt. Für die Schifffahrt sind beide Werte unbedenklich, da das Wasserschifffahrtsamt eine Fahrwassertiefe von 1,45 Meter garantieren muss. Wenn der Pegel weiter sinken sollte, müssen die Schiffe ihre Fracht verringern, dürfen weniger laden.
Freibäder Orte, die naturgemäß voll Wasser sind, sind die Freibäder. Und deren Mitarbeiter hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. In Lörick bildeten sich zeitweise sogar lange Schlangen vor den Kassen.
Kalte Dusche Dass die Stadt trotz der Rekordtemperaturen so voll war, war den vielen Veranstaltungen (Frankreichfest, Eröffnung K20, Polo-Turnier), dem an Samstagen üblichen Zuzug von außerhalb (viele Junggesellenabschiede) und natürlich der Fußball-WM geschuldet. Und so mancher, der auf seinem Ausflug über den Burgplatz kam, traute seinen Augen nicht: Im Biergarten des "Goldenen Ring" lockte eine kalte Außendusche arg verschwitzte Zeitgenossen zur Abkühlung – eine Wohltat auch mit Klamotten.
Fit bleiben Ob viel kaltes Duschen seinen Beitrag dazu leistet, sei dahingestellt. Fest steht aber laut einer DAK-Studie, dass die Menschen in der Region Düsseldorf weniger oft krank sind als in anderen Kreisen und Regionen von NRW. Damit das bei den anstehenden Hitzetagen auch so bleibt, ist vor allem eines empfohlen: viel trinken. Am besten sind übrigens zimmerwarme Durstlöscher. Wasser bleibt grundsätzlich das beste Mittel, sich zwischendurch immer wieder abzukühlen. Ein paar Spritzer ins Gesicht, öfter mal Hände und Unterarme unter den kühlen Strahl halten: Schon fühlt man sich wieder frisch.
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