Nachfolger für Bräer gesucht: Rheinbahn wählt neuen Aufsichtsrat
VON JÖRN TÜFFERS - zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 08:17Düsseldorf (RPO). Der Rheinbahn-Aufsichtsrat kommt heute zu seiner ersten Sitzung in neuer Zusammensetzung nach der Kommunalwahl Ende August zusammen. Sicher ist, dass es einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden geben wird.
Rolf-Jürgen Bräer, der fünf Jahre den Vorsitz innegehabt hat, gehört dem Gremium nicht mehr an. Er war nicht mehr in den Stadtrat gewählt worden und kann somit auch nicht mehr die Interessen der Stadt bei der Rheinbahn vertreten.
Bräers Nachfolge ist umkämpft, und es ist nicht gesichert, dass der neue Vorsitzende wieder ein SPD-Mann sein wird. Zwar wird als Rheinbahn-Neuling der neue Fraktionsvorsitzende Markus Raub kandidieren, aber auf ihn wartet Andreas Hartnigk (CDU) als Gegenkandidat. Der SPD-Mann benötigt im ersten Wahlgang eine Zweidrittel-Mehrheit in dem 16-köpfigen Gremium. Die erhält er aber nur, wenn das Arbeitnehmer-Lager geschlossen für ihn stimmen würde. Davon ist nach RP-Informationen aber nicht auszugehen. Betriebsratsmitglieder um den Vorsitzenden Michael Pink, der keiner Gewerkschaft angehört, wollen offenbar für Hartnigk stimmen. In einem zweiten Wahlgang zählen allein die Stimmen der Vertreter des Gesellschafters Stadt. Und da hat die bürgerliche Mehrheit die Nase vorn. Seit der Betriebsratswahl vor dreieinhalb Jahren zieht ein tiefer Riss durch dieses Gremium.
Bei einer Wahl Hartnigks dürfte es für Arbeitsdirektor Peter Ackermann im Vorstand schwieriger werden. Der SPD-Mann hatte sich mit Vorstandssprecher Dirk Biesenbach überworfen. Biesenbach, kaufmännischer Vorstand, wollte die Quote für die Fremdvergabe an Privatunternehmen von derzeit 38,5 auf 50 Prozent erhöhen. Ackermann war dagegen. Biesenbach sagte daraufhin in kleinem Kreis, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinem Vorstandskollegen sei nicht mehr möglich.
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